Auch BP leidet unter dem Ölpreisverfall | Wirtschaft | DW | 03.02.2015
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Wirtschaft

Auch BP leidet unter dem Ölpreisverfall

Der Ölpreisrutsch hat auch BP den Gewinn verhagelt. Als Folge streicht der britische Energiekonzern – genau wie die Konkurrenten - seine für dieses Jahr geplanten Investitionen zusammen.

Der Überschuss von BP fiel im vierten Quartal um 21 Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar. "Wir sind in einer neuen und herausfordernden Phase kurz- und langfristig niedriger Ölpreise. Unser Fokus muss nun sein, BP neu aufzustellen", sagte Konzernchef Bob Dudley am Dienstag.

Das Überangebot auf dem Weltmarkt und die schwache Nachfrage führten zu Abschreibungen über 3,6 Milliarden Dollar vor allem auf Ölförderprojekte in der Nordsee und in Angola. Wie die Konkurrenz tritt auch der britische Konzern auf die Kostenbremse und kappt seine Investitionen dieses Jahr um 13 Prozent auf 20 Milliarden Dollar.

Brent-Öl kostet 30 Prozent weniger

Der Gewinnrückgang war aber nicht so stark wie am Markt befürchtet. Die Aktie legte daher im frühen Handel mehr als drei Prozent zu.

Der gesamten Branche macht der rasante Preisverfall zu schaffen. Einsparungen haben auch bereits die US-Rivalen Exxon Mobil und Chevron sowie der britisch-niederländische Konkurrent Shell angekündigt. Der Durchschnittspreis für Öl der Sorte Brent sank im vergangenen Quartal um 30 Prozent.

Gazprom stark betroffen

Auch der russische Gasproduzent Gazprom fährt nach einem Gewinneinbruch seine Investitionsausgaben in diesem Jahr um fast acht Milliarden auf 30 Milliarden Dollar zurück. Grund sei das schwierige Geschäftsumfeld, sagte der stellvertretende Vorsitzende der Geschäftsführung, Andrej Kruglow, am Dienstag einem Webcast.

Der Verfall des Rubel und der Schulden-Streit mit der Ukraine hatten zuletzt den Quartalsgewinn um rund 60 Prozent einbrechen lassen. Trotz der Kürzungen stehe aber der Plan, bis Ende des Jahrzehnts eine Gas-Pipeline zur Versorgung Chinas zu bauen. Dagegen hatte der russische Konzern bereits seine Pläne zum Bau zweier weiterer Röhren der Ostsee-Pipeline Nord Stream zunächst zu den Akten gelegt.

ul/iw (rtr, afp)