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Sport

Außenseiter USA dämpft Italiens Hoffnungen

Mit einer indiskutablen Vorstellung hat Italien seine gute Ausgangsposition im Kampf um den Einzug ins Achtelfinale der Fußball-WM wieder aufs Spiel gesetzt. Gegen den krassen Außenseiter USA gab es nur ein 1:1.

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Gilardino trifft zum 1:0

Der dreimalige Weltmeister behauptete zwar die Tabellenführung in der Gruppe E, versäumte es aber, aus der tschechischen Niederlage am Nachmittag gegen Ghana Kapital zu schlagen. Vor 46.000 Zuschauern in Kaiserslautern erzielte Alberto Gilardino die äußerst schmeichelhafte italienische Führung, die Cristian Zaccardo per Eigentor prompt wieder zunichte machte. Mit dem Punktgewinn erhielten sich die Amerikaner die Chance, wie zuletzt vor vier Jahren die K.o.-Runde zu erreichen.

WM 2006 - Italien - USA Spielszene Spezialbild

Zaccardo (Nr. 2) sorgte dafür, dass die Amerikaner ihr Tor nicht selbst machen mussten

Rüde Attacken

Gilardino hatte auf dem Betzenberg ein Torfestival seiner Mannschaft versprochen, doch von schwungvollem Offensiv-Fußball war bei den Italienern nichts zu sehen. Die Spielmacher Francesco Totti und Simone Perrotta, nach dem 2:0 gegen Ghana mit Lob überhäuft, bekamen gegen zweikampfstarke US-Boys das Heft im Mittelfeld nicht in die Hand. In einer bisweilen überhart geführten Begegnung sahen der Italiener Daniele De Rossi (28.) und US-Akteur Pablo Mastroeni (44.) Rote Karten, auch Eddie Pope (47.) musste mit Gelb-Rot vorzeitig in die Kabine.

Völlig überraschend waren die "Azzurri" Mitte der ersten Hälfte in Führung gegangen, als Gilardino einen Freistoß von Andrea Pirlo ungehindert an Kasey Keller vorbei einköpfte. Indiz für die Kopflosigkeit der italienischen Abwehr war wenig später der Ausgleich durch Außenverteidiger Zaccardo, der eine Freistoß-Flanke von Bobby Convey unbedrängt ins eigene Tor lenkte.

Alles offen in Gruppe E

WM 2006 - Italien - USA Spielszene Rote Karte für Daniele de Rossi nach Attacke auf US-Spieler Brian McBride

Brian McBride nach Kontakt mit De Rossis Ellbogen

60 Sekunden später versetzte der als Raubein bekannte De Rossi dem Team mit seinem mit Rot geahndeten Ellbogenschlag gegen Brian McBride, der stark blutend am Spielfeldrand behandelt werden musste, den nächsten Schlag. Daraufhin musste Totti aus taktischen Gründen seinen Platz für den wieder genesenen Gennaro Gattuso räumen. Doch noch vor der Pause sorgte Schiedsrichter Jorge Larrionda aus Uruguay wieder für ein Gleichgewicht der Kräfte, als er Mastroeni für eine rüde Attacke auf die Beine von Pirlo ebenfalls mit Rot vom Feld schickte.

Der Unparteiische aus Südamerika ging auch in der zweiten Hälfte rigoros gegen die Härte auf dem Rasen vor. Als dritter Spieler musste Pope in die Kabine, der Gilardino unsanft von den Beinen geholt hatte. Danach hätte US-Verteidiger Carlos Bocanegra mit einer verunglückten Kopfball-Abwehr beinahe für das zweite Eigentor des Spiels gesorgt Auf der Gegenseite verhinderte die Abseitsposition von McBride das vermeintliche 2:1 von DeMarcus Beasley. Anschließend bewahrte Gladbach-Keeper Keller sein Team gegen den eingewechselten Alessandro Del Piero vor dem erneuten Rückstand.

Mit dem 1:1 ist ein packendes Finale in der Gruppe E gewährleistet, wo alle vier Mannschaften noch Chancen auf den Einzug ins Achtelfinale haben. Die Italiener besitzen mit vier Punkten die beste Ausgangsposition. Tschechien und Ghana, die sich am Nachmittag 0:2 getrennt hatten, weisen jeweils drei Punkte auf, die USA einen.

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