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Sport

Außenseiter gewinnt Super Bowl

Die Baltimore Ravens haben den 47. Super Bowl gegen die San Francisco 49ers gewonnen. Für die Ravens ist es der zweite Titel. Weltweit verfolgten mehr als 900 Millionen Menschen im Fernsehen das packende Saisonfinale.

Baltimore Ravens Quarterback Joe Flacco (5) und Ramon Harewood (70) (Foto: rtr)

Super Bowl /USA /2013

Das Finale der amerikanischen Football-Profi-Liga (National Football League NFL) war spannend bis zum letzten Moment. 34:31 lautete schließlich das Endergebnis für die Baltimore Ravens im Mercedes-Benz Superdome in New Orleans im US-Bundesstaat Louisiana. Angeführt von Quarterback Joe Flacco holten die Ravens nach 2001 zum zweiten Mal den Super Bowl. Trainer John Harbaugh gewann damit das historische Duell gegen seinen 15 Monate jüngeren Bruder Jim, der bei den 49ers an der Seitenlinie steht.

Vernon Davis (85) von den 49ers wird von zwei Ravens-Spielern in die Zange genommen (Foto: rtr)

Vernon Davis (85) von den 49ers wird von zwei Ravens-Spielern in die Zange genommen

Stromausfall lässt das Spiel kippen

In der zweiten Halbzeit hatte ein 36-minütiger Stromausfall für eine Unterbrechung des wichtigsten Sportereignisses der USA gesorgt. Der Zwischenfall ereignete sich im dritten Viertel des Football-Spiels, als die Baltimore Ravens gegen die San Francisco 49ers klar mit 28:6 in Führung lagen. Die Mannschaften blieben auf dem Feld des Superdomes, während Cheerleaders versuchten, das Publikum zu unterhalten.

Video ansehen 01:04

USA: Super-Bowl 2013

Nach der Zwangspause kippte das Spiel. Die 49ers begannen mit einer dramatischen Aufholjagd, die jedoch nicht ganz zum Gewinn des Titels reichte. In der spektakulären Halbzeitshow stand der Auftritt von Beyonce Knowles im Mittelpunkt. Anders als bei der Amtseinführung von US-Präsident Barack Obama am 21. Januar sang die Pop-Diva ihr Medley live und verwandelte den Superdome in ein Tollhaus.

Ray Lewis (Foto: rtr)

Für Ray Lewis geht eine Ära zuende

Ray Lewis tritt ab

Der diesjährige Super Bowl war zugleich das letzte Spiel von Ravens-Linebacker-Legende Ray Lewis, der damit 17 Jahre in der NFL verbrachte. Er wolle den Mitspielern noch einmal alles geben, was er habe, hatte der Middle Linebacker vor dem Spiel angekündigt. "Und danach werde ich in den Sonnenuntergang fahren und ein schönes Leben haben", schob er nach. Lewis ist das "Gesicht" des Vereins, dank seiner ebenso emotionalen wie engagierten Spielweise gilt er als Liebling der Fans.

Doch in Lewis' Laufbahn finden sich auch dunkle Schatten. Im Anschluss an eine Super-Bowl-Party war er am 31. Januar 2000 vor einem Nachtclub in Atlanta mit zwei Freunden in eine Messerstecherei verwickelt - zwei Menschen starben. In seinem Auto wurden Blutspuren eines Opfers sichergestellt und Lewis daraufhin des zweifachen Mordes angeklagt. Er kam mit einer Bewährungsstrafe davon. Auch die jetzt aufgetauchten Dopingvorwürfe trüben das Bild. Lewis soll seinen zu Saisonbeginn angerissenen Trizeps-Muskel mit einem verbotenen Hirschgeweih-Extrakt behandelt haben, bestritt dies jedoch vehement.

In mehr als 180 Ländern war das "Spiel der Spiele" live im TV zu sehen. Allein in den USA saßen rund 130 Millionen Menschen vor den Bildschirmen. Rund um den Globus waren es mehr als 900 Millionen.

se/kle (sat1, dpa, rtr, sid)

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