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Frauenfußball-Europameisterschaft

Außenseiter Österreich überrascht

Erstmals dabei und gleich unter den letzten Acht: Österreichs Fußballerinnen überraschen bei der EM in den Niederlanden. Das Frauen-Team verdrängt sogar den Männer-Meister RB Salzburg vom attraktiven TV-Sendeplatz.

Das dürfte die neue Fußball-Euphorie in Österreich weiter anheizen. Die Fußballerinnen aus der Alpenrepublik haben ihre erste Teilnahme an einem großen Fußballturnier gleich mit dem Einzug in die K.o.-Runde gekrönt. Die Österreicherinnen setzten sich bei der EM in den Niederlanden im letzten Vorrundenspiel mit 3:0 (2:0) gegen Island durch und qualifizierten sich damit sogar als Sieger der Gruppe C für die Runde der letzten Acht. Sarah Zadrazil (36. Minute), Nina Burger (44.) und Stefanie Enzinger (90.) erzielten in Rotterdam die Treffer für die Österreicherinnen, die bis zu dieser EURO nie die Qualifikationsrunden für große Turniere wie WM, EM und Olympische Spiele überstanden hatten.

Die Begeisterung in Österreich über das überraschend starke Auftreten des Teams ist groß. Wegen der guten Einschaltquoten der Übertragungen von der Frauen-EM im Sender ORF urde sogar der Anstoß des Spiels von Meister RB Salzburg gegen HNK Rijeka in der Qualifikation zur Champions League ins Vorabendprogramm vorgezogen. Eine kluge Entscheidung, wie sich herausstellte: Während die Fußball-Männer aus Salzburg nicht über ein 1:1 hinauskamen, feierte die Frauen-Nationalmannschaft nach dem 1:0 gegen die Schweiz und dem 1:1 gegen Frankreich ihren zweiten Turniersieg.

Frankreich müht sich in Unterzahl ins Viertelfinale

Die zum Favoritenkreis zählenden Französinnen stehen ebenfalls im Viertelfinale - nach einem mühsamen 1:1 (0:1) in Breda gegen die Schweiz. Camille Abily (76.) glich die Führung der Schweizerinnen durch Ana-Maria Crnogorcevic (19.) aus. Frankreich bestritt das Spiel lange in Unterzahl, nachdem Eve Perisset vom Champions-League-Finalisten Paris St. Germain nach einer Notbremse die Rote Karte gesehen hatte (18.).

Im Viertelfinale trifft Österreich am Sonntag auf den Zweiten der Gruppe D, der am Donnerstag feststehen wird. Frankreich bekommt es mit dem Gruppensieger zu tun. Die beiden Viertelfinals am Samstag sind bereits komplett: Titelverteidiger Deutschland spielt gegen Dänemark (Anpfiff um 20.45 Uhr MESZ, ab 20.30 Uhr im DW-Liveticker), Gastgeber Niederlande zuvor gegen Schweden.

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