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Aktuell Nahost

Außenminister ohne Ergebnis bei Atomverhandlungen

In Wien gehen die Verhandlungen über das Atomprogramm des Iran in die Schlussrunde. Die Teilnahme der Außenminister brachte allerdings nicht den großen Durchbruch.

Die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm in Wien treten auf der Stelle. Zwar waren extra die Außenminister aus den USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland sowie des Irans angereist, um den Verhandlungen neuen Schwung zu verleihen. Doch vergebens, der große Durchbruch blieb aus. Nur US-Außenminister John Kerry und sein iranischer Amtskollege Mohammed Dschawad Sarif bleiben überhaupt noch vorerst in Wien.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier zeigte sich vor seiner Abreise skeptisch über den Fortgang der Gespräche: "Ich kann nicht mit Sicherheit sagen, ob wir zu einem Ergebnis kommen". Der Iran müsse sich entscheiden, ob er mit der Weltgemeinschaft kooperieren oder isoliert bleiben wolle. Er hoffe auf "Nachdenklichkeit" in Teheran, sagte Steinmeier. "Der Ball liegt auf der Seite des Iran."

Bilaterale Gespräche

Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif zeigte sich zu weiteren bilateralen Gesprächen mit US-Außenminister Kerry bereit. Da dieser voraussichtlich in Wien bleibe, "könnten wir die bilateralen Gespräche mit ihm fortsetzen", sagte Sarif. "Jetzt sollten wir anstatt rote Linien zu ziehen, zusammen mit neuen Ideen nach Lösungen suchen."

Die Frist für die Verhandlungen läuft am 20. Juli ab. Sie kann allerdings in gegenseitigem Einvernehmen verlängert werden. Alle Seiten hätten jetzt "noch sieben anstrengende Tage" vor sich, sagte Sarif. Laut Kerry gibt es noch "große Diskrepanzen". Hauptstreitpunkt ist die Frage der Urananreicherung, da angereichertes Uran sowohl für friedliche Zwecke als auch zum Bau von Atombomben verwendet werden kann. Das geplante Abkommen soll dem Iran die friedliche Nutzung der Atomtechnologie ermöglichen. Gleichzeitig soll es aber verhindern, dass der Staat Atomwaffen entwickeln kann. Im Gegenzug will Teheran die Wirtschaftssanktionen gegen sein Land aufgehoben sehen.

det/ml (afp, dpa)

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