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Politik

Attentäter kam in Schuluniform

Spektakuläres Selbstmordattentat im Nordwesten Pakistans: Ein Jugendlicher schlich sich getarnt als Schulkind in ein Ausbildungslager der Armee und sprengte sich in die Luft. Die Taliban sprachen von einem "Racheakt".

Jugendliches Anschlagsopfer wird in Klinik versorgt (Foto: dpa)

Nach dem Anschlag auf das Trainingscamp in Mardan: Ein Verletzter wird versorgt

Die morgendlichen Parade-Übungen junger Rekruten waren ein willkommenes Ziel: Der jugendliche Selbstmordattentäter zündete seinen Sprengsatz mitten in einem schwer bewachten Ausbildungslager der pakistanischen Armee in der Garnisonsstadt Mardan.

Laut Behördenangaben riss er mindestens 31 Soldaten mit in den Tod, etwa 20 wurden verletzt. Beobachter sprechen von einem der schwersten Anschläge seit Monaten gegen die Sicherheitskräfte Pakistans.

"Vergeltungsaktion"

Karte Pakistan / Afghanistan (Grafik: DW)

Gefährliche Region: Das Grenzgebiet zu Afghanistan

Als Täter machte die Polizei einen Teenager aus, der mit seiner Schuluniform unverdächtig erschienen war. Die pakistanischen Taliban sprachen von einer "Vergeltungsaktion" für pakistanische Militäroperationen im Distrikt Malakand und den Drohnenbeschuss durch die USA.

Das Ausbildungslager in Mardan an der Grenze zu Afghanistan war bereits 2006 Schauplatz eines Anschlags. Damals riss ein Selbstmordattentäter 35 Soldaten in den Tod. Das Grenzgebiet im Nordwesten gilt als Bastion pakistanischer und afghanischer Islamistengruppen sowie als Rückzugsgebiet der Al Kaida.

Autor: Siegfried Scheithauer (ap, rtr, afp)
Redaktion: Christian Walz

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