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Aktuell Asien

Attentäter in Afghanistan sprengt LKW in die Luft

Bei einem Anschlag auf Regierungsgebäude im Süden Afghanistans sind nach Behördenangaben mindestens 70 Menschen verletzt worden. Die radikal-islamischen Taliban bekannten sich zu der Tat.

Ein Selbstmordattentäter habe in Kalat in der Provinz Sabul einen mit rund tausend Kilogramm Sprengstoff beladenen Lastwagen zur Explosion gebracht, sagte der Sicherheitschef der Provinz Zabul, Ghulam Jilani Farahi gegenüber der Deutschen Welle.

In dem Gebäudekomplex, vor dem der Anschlag verübt wurde, befindet sich auch der Sitz des Provinzrats. Wie es heißt, sind unter den Verletzten mehrere Mitarbeiter der Verwaltung, aber auch einige Kinder. Die Nachrichtenagentur AP meldet, es habe fünf Tote gegeben.

Anschläge als Teil der Offensive

Die Taliban bekannten sich in einer Erklärung zu dem Angriff mit dem 1000-Kilo-Sprengsatz. Die Extremisten hatten im April ihre jährliche Frühjahrsoffensive gestartet. In der südlichen Provinz Helmand waren am Sonntag bei Anschlägen auf mehrere Kontrollpunkte fünf Polizisten getötet worden.

Weitere Tote sind in der Provinz Kandahar zu beklagen. Bei einem Feuergefecht im Distrikt Maiwand starben mindestens drei Polizisten. Die Hintergründe sind noch nicht geklärt. Vertreter der Taliban erklärten, sie hätten die Sicherheitskräfte in Maiwand unterwandert.

Die afghanischen Sicherheitskräfte haben seit dem Abzug der Nato-geführten Kampftruppen zum Jahreswechsel die alleinige Sicherheitsverantwortung im Land. Die Nato unterstützt sie dabei mit etwa 12.000 Soldaten, die vor allem ausbilden und beraten.

haz/pab (rtre, ap, ape)