Atletico und Marseille auf Finalkurs | Fußball | DW | 26.04.2018
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Europa League

Atletico und Marseille auf Finalkurs

Atletico Madrid holt im Halbfinal-Hinspiel der Europa League beim FC Arsenal trotz Unterzahl ein Unentschieden. Überraschungsteam Red Bull Salzburg steht nach der Niederlage in Marseille vor dem Aus.

Atleticos Torjäger Antoine Griezmann bejubelt den Ausgleich. Foto: Reuters

Ein Treffer wie aus dem Nichts: Atleticos Torjäger Antoine Griezmann bejubelt den Ausgleich

Teammanager Arsene Wenger war sauer. Trotz Überzahl seit der 10. Minute kam sein FC Arsenal mit den deutschen Weltmeistern Mesut Özil und Shkodran Mustafi im Halbfinal-Hinspiel der Europa League nicht über 1:1 (0:0)-Unentschieden gegen Atletico Madrid hinaus. Im 102. und letzten Europacup-Heimspiel Wengers, der nach fast 22 Jahren bei den "Gunners" am Saisonende zurücktritt, erzielte Alexandre Lacazette das 1:0 (61. Minute). Der französische Nationalspieler Antoine Griezmann traf kurz vor Schluss zum überraschenden Ausgleich (82.). Atletico hat nun beste Chancen, im Rückspiel am Donnerstag kommender Woche das Ticket für das Endspiel zu lösen, das am 16. Mai in Lyon ausgetragen wird.

Historisch frühe Gelb-Rote Karte

Fußball Europa League Arsenal - Atletico Madrid (picture-alliance/empics)

Schiedsrichter Turpin (2.v.r.) schickt Simeone (l.) auf die Tribüne

Arsenal begann mit viel Schwung. Erst scheiterte Stürmer Lacazette am Außenpfosten (6.), nur eine Minute später parierte Atletico-Torwart Jan Oblak einen Kopfball des Franzosen glänzend. Wenig später wurde Madrid gleich doppelt geschwächt. Zunächst musste Sime Vrsaljko wegen wiederholten Foulspiels vom Platz (10.). Es war die früheste Gelb-Rote Karte der Europa-League-Geschichte. Dann schickte Schiedsrichter Clement Turpin auch den wütend protestierenden Atletico-Trainer Diego Simeone auf die Tribüne. Danach war es fast ein Spiel auf ein Tor, doch Arsenal ließ zahlreiche gute Chancen ungenutzt.

Oblaks Glanztat kurz vor Schluss

Daran änderte sich auch in der zweiten Halbzeit nichts. Die Londoner dominierten das Spiel, vergaßen aber zunächst das Toreschießen. Nachdem Lacazette per Kopf getroffen hatte, sah es aus, als ob Arsenal mit einer guten Ausgangsposition nach Madrid fahren könnte. Doch Griezmann sorgte mit seinem Tor nach einem Konter für Ernüchterung auf Seiten der Engländer. Nach einem Kopfball von Aaron Ramsey (87.) vereitelte Atletico-Torwart Oblak mit einer Glanzparade die letzte Großchance für Arsenal. "Ich bin sehr enttäuscht", sagte Shkodran Mustafi nach dem Abpfiff. "Wir haben die ganze Zeit das Spiel gemacht, hätten aber mehr Tore erzielen müssen. Wir haben uns nicht belohnt."

Schlechte Ausgangslage für Salzburg

Thauvin erzielt per Kopf das 1:0 für Marseille. Foto: dpa-pa

Thauvin (l.) erzielt per Kopf das 1:0 für Marseille

Mit einem Bein im Finale der Europa League steht Olympique Marseille. Die Franzosen, die sich im Viertelfinale gegen den Bundesligisten RB Leipzig durchgesetzt hatten, besiegten den österreichischen Meister Red Bull Salzburg mit 2:0 (1:0). Florian Thauvin (15.) und Clinton N'Jie (63.) trafen für die Gastgeber. Für die von Marco Rose trainierten Salzburger, die überraschend ins Halbfinale eingezogen waren, ist der erste Titel auf europäischer Bühne in weite Ferne gerückt.

sn (sid, dpa)

Die Redaktion empfiehlt