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Aktuell Europa

Athener Staat macht sich dünn

Die Kontrolleure der großen Gläubiger Griechenlands sind mit großer Skepsis nach Athen gefahren. Doch zumindest auf einem Sektor scheint die Regierung dort Ernst machen zu wollen: Der Staatsapparat wird verschlankt.

Statue ohne Kopf vor Tempel (foto:AP)

Griechenland Tempel Säulen

Sage und schreibe 213 Behörden sollen abgeschafft werden - oder sie müssen mit anderen fusionieren. Damit sollten jährlich rund 40 Millionen Euro gespart werden, verkündete das Finanzministerium in Athen. Die Staatsbediensteten sollen entweder in Rente gehen oder in andere staatliche Behörden versetzt werden.

Viele dieser Behörden hatten laut Presseberichten sowieso praktisch keinen Wirkungsbereich, wie beispielsweise die Behörde für Technologieforschung der mittelgriechischen Region Thessalien. Oder auch die Organisation der Zentralmärkte und Fischerei sowie 65 verschiedene Jugendschutzbehörden, die nun fusionieren sollen, berichteten griechische Zeitungen. Viele dieser Behörden seien in den vergangenen Jahrzehnten offensichtlich nur dazu da gewesen, Parteifreunde mit einem Arbeitsplatz zu versorgen.

"Furchtbare" Bilanz erwartet

Der konservative Ministerpräsident Antonis Samaras versprach, seine Regierung werde den Staat trotz Widerstandes verschlanken. Zurzeit prüfen die Kontrolleure der internationalen Geldgeber die Umsetzung der Spar- und Reformauflagen in Athen.

Nach Informationen aus Brüssel wird ein verheerendes Ergebnis erwartet. Die Prüfer von Internationalem Währungsfonds, Europäischer Zentralbank und EU-Kommission dürften bilanzieren, dass der überschuldete Euro-Staat weit vom Kurs abgekommen ist. "Die Analyse der Schuldentragfähigkeit wird ziemlich furchtbar sein", verlautete von Diplomaten.

SC/qu (dpa,rtr)