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Wirtschaft

Athen will fristgerecht an IWF überweisen

In Brüssel beraten die Euro-Finanzminister über weitere Hilfen für Athen - doch keiner glaubt, dass es eine schnelle Lösung gibt. Immerhin will Griechenland morgen 750 Millionen Euro tilgen.

Griechenland wird nach Worten von Finanzminister Yanis Varoufakis seine für Dienstag ausstehende Zahlung über 750 Millionen Euro an den Internationalen Währungsfonds (IWF) fristgerecht überweisen. "Griechenland wird immer seine Verpflichtungen gegenüber seinen Gläubigern erfüllen und augenscheinlich werden wir das morgen wieder tun", sagte Varoufakis am Montag dem Sender Euronews kurz vor dem Treffen der Euro-Finanzminister in Brüssel.

Seit Monaten wird über Reformen gestritten, die die Euro-Länder und der IWF von der Regierung in Athen als Gegenleistung für weitere Finanzhilfen verlangen. Die griechische Regierung ist in akuten Finanznöten und dringend auf weitere Kredite der Geldgeber angewiesen. Ohne Einigung droht dem Land die Staatspleite.

Referendum über Reformen?

Eine endgültige Abmachung wurde jedoch nicht erwartet. "Heute ist kein Ergebnis auf dem Tisch", sagte Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem am Montag in Brüssel.

Laut Teilnehmern ist eine Erklärung der Eurogruppe zum Reformwillen der Griechen möglich. "Ich denke, es wird eine positive Erklärung der Eurogruppe geben, weil es einige Fortschritte gab", sagte der irische Ressortchef Michael Noonan. Ohne das Reformpaket können blockierte Hilfen der Geldgeber von 7,2 Milliarden Euro nicht an das pleitebedrohte Land fließen.

Ein mögliches Referendum in Griechenland über Reformen könnte nach Einschätzung von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sinnvoll sein. Die Entscheidung darüber liege bei der griechischen Regierung, sagte Schäuble am Montag in Brüssel vor dem Treffen mit seinen Amtskollegen der Eurozone.

Griechenland und seine Gläubiger streiten seit längerem über Renten- und Arbeitsmarktreformen. "Das wäre vielleicht sogar eine richtige Maßnahme, das griechische Volk entscheiden zu lassen, ob es das, was notwendig ist, bereit ist zu akzeptieren oder ob es das andere möchte", sagte Schäuble. Er äußerte sich nicht im Detail dazu, um was es genau bei der Volksbefragung gehen könnte.

wen/ul (rtrd, dpa)