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Wirtschaft

Athen will Anleihe über fünf Jahre auflegen

Griechenland will sich nach Regierungsangaben bei einer Einigung mit seinen Geldgebern auf Schuldenerleichterungen erstmals seit drei Jahren wieder an den Kapitalmarkt wagen.

Rund ein Jahr vor Ende des dritten Rettungspakets wagt sich Griechenland zurück an den Kapitalmarkt. Nach dreijähriger Pause will der klamme Euro-Staat wieder eine Anleihe über fünf Jahre auflegen, wie die Regierung in Athen am Montag mitteilte.

Sie beauftragte dafür ein Konsortium aus sechs Banken - Deutsche Bank, BNP Paribas, Bank of America Merrill Lynch, Citigroup, Goldman Sachs und HSBC. Dazu solle es am frühen Nachmittag eine Telefonschaltkonferenz für weltweite Investoren geben, berichtete der Thomson-Reuters-Branchendienst IFR.

Der Deal gilt als Testlauf, wie Griechenland nach dem Ende des Euro-Rettungsschirms finanziell auf eigenen Beinen stehen kann.

Test für das Jahr 2018

Es ist die erste Schuldenaufnahme seit 2014, als Griechenland sich zwei Mal über den Kapitalmarkt Geld besorgte, bevor es wieder Finanzierungsprobleme gab. Zuletzt hatte auch der Chef des Euro-Rettungsschirms ESM, Klaus Regling, das Euro-Land gedrängt, die Rückkehr an den Finanzmarkt vorzubereiten. Das dritte Hilfspaket von bis zu 86 Milliarden Euro endet im August 2018.

Insgesamt hält Regling die Eurokrise für "endgültig überstanden". Die Wirtschaft entwickele sich überall besser als erwartet. Viele ehemalige Krisenländer könnten sich wieder eigenständig an den Märkten finanzieren. Auch Griechenland dürfte nach Reglings Worten ab Mitte nächsten Jahres wieder ohne ESM-Mittel auskommen, vorausgesetzt, die Regierung in Athen halte an den vereinbarten Reformen fest.

Details zur neuen Fünf-Jahres-Anleihe sollen am Dienstag veröffentlicht werden. Zudem will Griechenland einen mit 4,75 Prozent verzinsten Fünf-Jahres-Bond mit der Laufzeit bis 2019 vorzeitig ablösen. Den Anlegern wird ein Rückkauf angeboten, Griechenland zahlt 102,6 Prozent des Nominalwertes in bar. Die Rendite des Papiers fiel nach der Ankündigung auf 3,42 Prozent und damit auf den tiefsten Stand seit der Emission 2014.

wen/ul (rtrs, Archiv)

 

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