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Aktuell Deutschland

Asylbewerber unter Beifall von Passanten angegriffen

Im ostbrandenburgischen Frankfurt (Oder) sind vier Asylbewerber angegriffen worden. Anstatt den Opfern zu helfen, feuerten Passanten die Täter auch noch an.

Vier Flüchtlinge sind an einer Straßenbahnhaltestelle in Frankfurt (Oder) angegriffen und verfolgt worden, als sie zu fliehen versuchten. Passanten hätten die Täter dabei angefeuert und ausländerfeindliche Parolen skandiert, berichtete die Polizei. Dank anderer Zeugen, die den Notruf alarmierten, konnten die mutmaßlichen Täter gefasst werden.

Die Asylbewerber aus Syrien, Somalia und Ägypten waren am Montagabend von mehreren Männern in der Stadt an der polnischen Grenze angepöbelt worden. Einem 17-jährigen Syrer sei sofort mit der Faust ins Gesicht geschlagen worden. Als die Asylbewerber davonliefen, wurden sie von drei Angreifern verfolgt, wie die Polizei berichtete. An einem Einkaufsmarkt stellten die Verfolger zwei der Migranten und schlugen sie. "Die Geschädigten erlitten keine sichtbaren Verletzungen, eine ärztliche Behandlung war nicht notwendig", sagte ein Polizeisprecher.

Einer der mutmaßlichen Täter kam in Polizeigewahrsam. Bei ihm hatte ein Atemalkoholtest 3,7 Promille ergeben. Die Kriminalpolizei ermittelt unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

stu/cr (dpa, polizei.brandenburg.de)

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