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Wissen & Umwelt

Astronomen entdecken Schwarzes Monster-Loch

Das gigantische Schwarze Loch im Zentrum einer fernen Galaxie soll aus der frühen Zeit unseres Universums stammen. Na und, fragen Sie? Immerhin - es könnte uns endlich verraten, wie das Weltall entstanden ist. Zufrieden?

Schwarzes Loch in kosmischer Dämmerung (Foto: dpa).

Das riesige Schwarze Loch, das Astronomen jetzt entdeckt haben, hat eine gewaltige Masse: Sie ist größer als 12 Milliarden Sonnen. Zugegeben, darunter können sich die wenigsten Menschen etwas vorstellen. Deswegen anders formuliert: Dieses Loch saugt aufgrund seiner gewaltigen Masse alles an, was ihm zu nahe kommt.

Wie eine Spinne im Netz sitzt das Schwarze Loch - wie das die meisten Schwarzen Löcher tun - im Zentrum einer Galaxie. Dabei verschluckt es alles um sich herum: Gas, Staub, Sterne - und wird dadurch größer und größer. Kurz bevor das Material für immer über einen reißerischen Strudel im Schlund des Lochs verschwindet, glüht es durch die extreme Hitze, die dabei entsteht, hell auf.

Schwarze Löcher sind nicht schwarz

Dieses Glühen ist im Falle des Monster-Lochs enorm. Die Wissenschaftler sagen, dass es 420 Billionen Mal so hell leuchtet wie unsere Sonne. Daraus schließen sie, dass dieses Schwarze Loch aus der sehr jungen Zeit unseres Universums stammen muss.

Nach ihren Berechnungen soll es etwa 12,8 Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt liegen. Das bedeutet: Das Licht, das wir heute wahrnehmen, war 12,8 Milliarden Jahre unterwegs. Das, was wir heute von diesem Schwarzen Loch sehen, ist sein Zustand vor 12,8 Milliarden Jahren, als unser Universum also gerade mal um die 900 Millionen Jährchen alt war.

Solche supermassiven, leuchtstarken Schwarzen Löcher, aus dieser frühen Zeit des Universums, nennen Astronomen Quasare. Dieser neu entdeckte Quasar soll nun Geheimnisse verraten: Wie es damals war, kurz nach dem Urknall, wie das Universum geboren wurde und wie es im Laufe der Milliarden Jahre erwachsen wurde.

Das internationale Wissenschaftler-Team um Xue-Bing Wu von der Universität Peking hat seine Entdeckung in "Nature" publiziert. Wenn Sie den Artikel lesen möchten -

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