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Porträts Lehrerverbände

Association des Professeurs d’Allemand du Sénégal (APAS)

Sommerakademie, Deutschlehrertagung, Lehrplattform: Der Senegalesische Deutschlehrerverband organisiert zahlreiche Veranstaltungen für seine Mitglieder. Dabei erhält er auch Unterstützung vom Goethe-Insitut.

Malick Ndao sitzt bereits auf gepackten Koffern. In wenigen Tagen fliegt er mit seinen Schülern nach Hannover, wo der Vorsitzende des Senegalesischen Deutschlehrerverbands eine Schulpartnerschaft organisiert hat. Malick Ndao lehrt an mehreren Schulen Deutsch. Außerdem ist er Dozent am Goethe-Institut und gibt für den Deutschlehrerverband Seminare.

Deutsche Welle: Herr Ndao, Ihre Schüler sind sicherlich schon ganz aufgeregt. Wie bereiten Sie sie auf die große Reise nach Deutschland vor?

Malick Ndao: Wir lernen, wie die Lebensbedingungen in Deutschland sind und wie sie zu Hause leben. Wir haben auch über die Umweltproblematik in Senegal und in Deutschland gesprochen. Jetzt bereiten die Schüler sich auf diese Themen vor und sie bekommen auch Tipps, wie man sich in einer deutschen Familie verhält. Sie werden nicht in einer Herberge untergebracht, sondern werden die ganze Zeit bei einer deutschen Familie wohnen.

Für Sie ist die Reise ja nicht ganz so aufregend, da sie auch für verschiedene Seminare regelmäßig in Deutschland sind. Worauf freuen Sie sich denn jetzt am meisten?

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Hören Sie rein: Malick Ndao erzählt, warum er so gerne Deutschlehrer ist

Ich arbeite zwar immer viel, wenn ich in Deutschland bin, aber ich habe auch mehr Zeit für mich selbst, ohne die Familie, ohne Verwandte. Das mag ich sehr an den Reisen, und darauf freue ich mich. Bei uns in Senegal gehören nicht nur Vater, Mutter und Kinder zu der Familie. Da gehören dann alle Verwandten, Tanten und Onkel dazu. Und manchmal kommen viele Verwandte vorbei, ohne vorher Bescheid zu geben. Das ist manchmal ein bisschen stressig.

Ihr Verband besteht ja bereits seit vielen Jahren und hat auch relativ viele Mitglieder. Ist es leicht, Mitglieder zu finden, oder müssen sie da viel Werbung machen?

Bis 2014 waren viele Lehrer der Meinung, dass es mit dem Verband nicht so gut funktioniert. Jetzt versuchen wir vor allem, diesen Leuten bewusst zu machen, dass es sich wirklich lohnt, in dem Verband zu arbeiten. Deswegen haben wir jetzt eine Lehrplattform organisiert, auf der wir uns austauschen können.
Außerdem gibt es eine Sommerakademie, damit die Leute sich sagen, ja, es lohnt sich, Teil des Verbands zu sein. Dann gibt es noch die Deutschlehrertage, und wir planen viele Aktivitäten in den Regionen, zum Beispiel einen Tag der offenen Tür oder Schülerwettbewerbe und so weiter.

Sie arbeiten ja auch privat als Dozent für das Goethe-Institut, wie eng ist da die Zusammenarbeit auf der Verbandsebene?

Senegal Deutschlehrerverband

Der Vorstand des Deutschlehrerverbands Senegal (von links): Mamadou Ndiaye, Sophie Ndiaye, Babacar Ndione, Salimata Sarr, Malick Ndao

Wir bekommen sehr viel Unterstützung durch das Goethe-Institut und wir sind uns darüber bewusst, dass unsere Arbeit ohne das Goethe-Institut sehr schwer umzusetzen wäre. Der Verband verfügt nicht über genug Mittel, um diese ganzen Veranstaltungen alleine machen zu können.

Zuletzt würden wir gerne noch wissen, ob Sie in Ihrem Deutschunterricht ab und zu auch mal die Angebote der Deutschen Welle benutzen?

Ja, nicht nur ich, auch viele meiner Kollegen benutzen diese Angebote. Vor Kurzem wurden sogar in den Abiturprüfungen ein paar Texte aus dem Angebot der Deutschen Welle benutzt.


Die wichtigsten Infos in Kürze:
Den Senegalesischen Deutschlehrerverband (Association des Professeurs d'Allemand du Sénégal, APAS) gibt es bereits seit 1986. Er hat aktuell rund 180 Mitglieder.

Vorstandsgremium:
• Malick Ndao (Vorsitzender)
• Babacar Ndione (Generalsekretär)
• Salimata Sarr (Administrative Angelegenheiten)
• Mamadou Ndiaye (Schriftleiterin)
• Sophie Ndiaye (Schatzmeisterin)

IDV-Kontaktperson: Malick Ndao; ndao_malick [at] yahoo.de

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