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Aktuell Nahost

Assad will Widerstand in Homs endgültig brechen

Das Assad-Regima hatte Entscheidungskämpfe um die Hochburgen der Rebellen angekündigt. Mit massiver Unterstützung extremistischer Milizionäre setzt die syrische Armee zu einem erneuten Sturmlauf auf die Stadt Homs an.

Die syrischen Bürgerrechtler im Exil richten dringende Hilferufe an die Welt und ihre Landsleute vor Ort: Im Süden und Westen von Homs sind demnach 15.000 Zivilisten eingeschlossen. Seit Sonntag sollen mindestens 120 von ihnen und mehr als 30 Kämpfer der Opposition durch Artilleriebeschuss oder durch Luftangriffe umgekommen sein.

Die Truppen von Präsident Baschar al-Assad gehen nach Angaben der Aktivisten mit Unterstützung Tausender Milizionäre verstärkt gegen Sunniten in der strategisch wichtigen Stadt vor. Die reguläre Armee werde durch mindestens 10.000 Mitglieder der Schabbiha-Miliz aus Tartus verstärkt, hieß es in telefonischen Berichten. "Deren Spezialität besteht darin, zu plündern und Zivilisten zu töten", sagte ein Sprecher der Oppositionsbewegung. Die Viertel Juret al-Shiyha und Khaldiyeh sollen pausenlos unter Beschuss liegen.

Die Staatsmedien hatten im üblichen Jargon mehrfach von der Notwendigkeit gesprochen, Homs "von Terroristen zu säubern". Die Syrische Beobachtungstelle für Menschenrechte berichtete von einer Kampagne der Armee gegen die "Hauptstädte der Revolution".

Nach Luftangriffen Rauchwolken über der Stadt Homs (foto:ap/Shaam News)

Verheerende Bombardements auf die Rebellenhochburg Homs

Homs liegt etwa auf halbem Weg zwischen den Großstädten Damaskus und Aleppo. Hier laufen wichtige Nord-Süd- und Ost-West-Verbindungen zusammen, die für Truppenbewegungen von großer Bedeutung sind.

Bei dem seit fast zwei Jahren anhaltenden Bürgerkrieg sind schätzungsweise 60.000 Menschen ums Leben gekommen. Der Konflikt trägt religiöse Züge: Präsident Assad gehört zu der Minderheit der Alawiten, während die Aufständischen sich insbesondere aus der sunnitischen Mehrheit rekrutieren.

SC/gmf (rtre, afpe, ape)