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Aktuell Nahost

Assad will Homs zurückerobern

Die Truppen des syrischen Präsidenten haben eine große Offensive auf die von Aufständischen gehaltenen Stadt Homs gestartet. Aktivisten berichten von Luftschlägen und Angriffen von Bodentruppen.

Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London wurden zwei Stadteile vom Homs mit Kampfflugzeugen angegriffen. Am Boden seien die Soldaten mit Panzern und Granatwerfern vorgerückt. Eine Moschee stehe in Flammen. Ziel der Truppen von Staatschef Baschar al-Assad sei es, "die ganze Stadt zu kontrollieren".

In den Berichten des staatlichen Fernsehens ist von "guten Fortschritten" der Armee die Rede. Auf Amateurvideos im Internet waren Explosionen und weiße Rauchwolken zu sehen.

Der Angriff auf Homs ist der jüngste in einer Reihe von Vorstößen der Truppen von Präsident Baschar al-Assad in der gleichnamigen Provinz, die an Libanon grenzt. Erst am Mittwoch hatten die Soldaten mit Hilfe der libanesischen Hisbollah-Miliz den Rebellenstützpunkt Tel Kalach eingenommen.

Anfang Juni eroberten sie die nahe gelegene Stadt Al-Kusair. Der militärische Erfolg des Regimes deutet auf eine Wende im syrischen Bürgerkrieg zugunsten des Regimes in Damaskus hin. Die Aufständischen wollen nach eigenen Angaben nun Kämpfer aus Aleppo nach Homs schicken.

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Regierungsoffensive in Homs

Assad kontrolliert mittlerweile einen Korridor, der die Hauptstadt Damaskus wieder mit seinen traditionellen Hochburgen in den Bergen Richtung Mittelmeerküste verbindet.

Der Aufstand gegen seine Herrschaft begann vor mehr als zwei Jahren. Mehr als 100.000 Menschen wurden bei Kämpfen zwischen der Armee und Verbänden der Rebellen getötet. 1,7 Millionen Menschen sind in Nachbarländer geflüchtet.

uh/hf (afp,rtr,dpa)

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