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Aktuell Nahost

Assad und Hisbollah stoßen auf Aleppo und Homs vor

In Syrien rücken Regierungstruppen und Hisbollah-Milizionäre nach ihrem Sieg von Kusair weiter vor in Richtung Norden. Bei Protesten gegen die Hisbollah in der libanesischen Hauptstadt kam ein Demonstrant ums Leben.

Die syrischen Rebellen stellen sich auf eine breite Offensive der Truppen von Präsident Baschar al-Assad ein. Erwartet wurden nach der schweren Niederlage der Aufständischen in Kusair nahe der libanesischen Grenze jetzt rasche Vorstöße der Regierungseinheiten zur Wiedereroberung der Städte Aleppo und Homs.

Am Wochenende gingen Assad-Truppen und -Söldner nach Oppositionsangaben bereits massiv gegen Rebellen im Umland der nördlichen Metropole Aleppo vor. Auch der Leiter der oppositionellen Menschenrechtsbeobachter, Rami Abdel Rahman, sprach von einer "Großoffensive". Die staatliche Nachrichtenagentur Sana berichtete, dass in der Region zahlreiche "Terroristen" getötet worden seien.

Wie weit geht die Hisbollah?

Möglich wurde die derzeitige militärische Wende durch die massive Unterstützung der regimetreuen Kräfte durch Gruppen der schiitischen Hisbollah aus dem benachbarten Libanon. Entsprechend der Drohung von Hisbollah-Anführer Hassan Nasrallah scheinen immer mehr libanesische Elitekämpfer an verschiedenen Frontabschnitten einzugreifen. Wurde die Intervention in Kusair noch als Hilfe für die schiitische Minderheit aus dem Libanon verbrämt, ist jetzt immer häufiger vom Bruderkrieg in der gesamten Region und der Wiederbelebung der Achse Teheran-Damaskus-Beirut die Rede. 

Sicherheitspersonal der iranischen Botschaft in Beirut prügelt auf Demonstranten ein (foto: EPA/dpa)

Sicherheitspersonal der iranischen Botschaft in Beirut prügelt auf Demonstranten ein

Im Libanon kam es wieder zu Kundgebungen gegen das militärische Engagement der Hisbollah im Nachbarland und gegen einen wachsenden Einfluss der schiitischen Mullahs aus dem Iran. In der Hauptstadt Beirut starb bei den Protesten nach Angaben aus Sicherheitskreisen eine Person an den Folgen von Schussverletzungen. Nahe der iranischen Botschaft waren Demonstranten bei einer Sitzblockade gegen den Kampfeinsatz der Schiiten-Miliz von Unbekannten beschossen worden.

Laut Augenzeugen hatte es zuvor ein Handgemenge zwischen bewaffneten Anhängern der Hisbollah und Demonstranten gegeben. Der Iran und das Assad-Regime sind die wichtigsten Verbündeten der Hisbollah.

SC/pg (dpa, afp, rtr)