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Aktuell Nahost

Assad-Truppen zu allem entschlossen

Nach ihrem militärischen Vorstoß in der Hauptstadt Damaskus nimmt die Armee nun Aleppo, die größte Stadt des Landes, in die Zange. Vor einer Moschee in Hama sollen bis zu 30 Gläubige erschossen worden sein.

Regierungssoldaten auf einem Panzer in Aleppo (Foto: rtr)

Kampf um Syriens Stadt Aleppo

Mehrere tausend regierungstreue Soldaten haben sich nach Angaben der Opposition von einem strategisch wichtigen Gebirgszug nahe der Grenze zur Türkei zurückgezogen und sind nun auf dem Weg nach Aleppo. Die erbitterten Gefechte zwischen Aufständischen und der Armee sowie Anhängern des Machtapparates von Baschar al-Assad hatten am Dienstag die Altstadt der einstigen Wirtschafts- und Finanzmetropole erreicht. Augenzeugen sprachen von schweren Kämpfen vor der Altstadt, die zum UN-Weltkulturerbe zählt. Von Kampfhubschraubern aus wurden Raketen auf Aleppo abgefeuert, wie Anwohner via Internet berichteten.

Militär will Kampfmoral der Rebellen untergraben

Die Armee forderte auf Flugblättern die Aufständischen zur Aufgabe auf. "Die Waffe, die Du trägst, ist eine Last für Dich geworden", heißt es auf den aus Hubschraubern abgeworfenen Zetteln. "Der Moment der Wahrheit ist da." Die Zeit laufe ab. Wer klug sei, rette sich selbst.

Video ansehen 01:52

Erbitterte Gefechte um Damaskus und Aleppo

Die Aufständischen kontrollieren nach eigenen Angaben in Aleppo bereits sechs Stadtteile. Rebellen-Kommandeur Mustapha Abdullah erklärte, aus dem Umland strömten immer mehr Kämpfer in die Stadt.

Soldaten feuern auf Gläubige

In der nordwestlichen Stadt Hama sollen syrische Soldaten nach Darstellung Oppositioneller bis zu 30 Gläubige vor einer Moschee erschossen haben. Militärs und Kämpfer der Schabbiha-Milizen hätten das Feuer eröffnet, als die Menschen zum Ramadan-Abendgebet in das Gotteshaus strömten. 15 der Opfer seien namentlich bekannt, berichtete ein anderer Augenzeuge.

USA setzen voll auf syrische Opposition

Im Streit über internationale Sanktionen gegen Syrien haben die USA die Blockadehaltung der Veto-Mächte Russland und China im Weltsicherheitsrat nochmals kritisiert. Außenministerin Hillary Clinton machte in Washington zugleich deutlich, dass die US-Regierung angesichts dieses Stillstands im höchsten UN-Gremium ihre Syrien-Strategie neu ausrichtet. "Wir arbeiten eng mit der Opposition zusammen", sagte sie. Nach Angaben hochrangiger Regierungsmitarbeiter sollen die Rebellen mit Kommunikationsgeräten und Geheimdienstinformationen versorgt werden.

se/jh (rtr, dpa, afp)

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