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Aktuell Welt

Assad-Regime angeschlagen

Das Herrschaftssystem des syrischen Präsidenten Assad wird immer stärker auch militärisch herausgefordert. Teile seines Clans wollen sich offenbar absetzen. In dieser Situation bietet sich Russland als Vermittler an.

Syrische Deserteure schwenken jubelnd ihre Waffen (Foto:rtr)

Soldaten, die zur "Freien Syrischen Armee" übergelaufen sind, geben sich siegesgewiss

Nur wenige Kilometer vom Zentrum der Hauptstadt Damaskus entfernt liefert sich die "Freie Syrische Armee" immer wieder heftige Gefechte mit den Regierungstruppen. Auch aus der Widerstandshochburg Homs wurde massiver Beschuss durch Einheiten des Präsidenten Baschar al-Assad gemeldet. Landesweit wurden nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London am Montag 100 Menschen getötet. Mehr als die Hälfte der Opfer seien Zivilisten.

Immer wieder wird berichtet, Assads Frau und ihre Söhne hatten versucht, das Land zu verlassen und seien daran gehindert worden. Eine unabhängige Bestätigung dafür gibt es nicht.

Die staatliche Nachrichtenagentur Sana meldete eine Explosion an einer Gaspipeline nahe der Grenze zum Libanon. Eine Gruppe "Terroristen" habe die Pipeline angegriffen.

Moskau will vermitteln

Während nach monatelangen Massenprotesten nun auch der militärische Druck auf Assad an vielen Fronten wächst, bringt sich der Verbündete Russland als Vermittler ins Spiel.  Die Moskauer Regierung lud Vertreter von Regierung und Opposition zu gemeinsamen Gesprächen ein. Die Machthaber in Damaskus hätten einem solchen Treffen bereits zugestimmt, teilte das russische Außenministerium mit. Die Opposition hatte derartige Verhandungen bislang immer abgelehnt. Sie machte immer wieder einen Rücktritt Assads zur Voraussetzung.

Im UN-Sicherheitsrat hatte die Vetomacht Russland jüngst eine weitere europäisch-arabische Initiative für eine UN-Resolution zur Eskalation in Syrien zurückgewiesen. In New York bereitete sich der Sicherheitsrat auf eine weitere Sondersitzung zu diesem Konflikt an diesem Dienstag vor. Die Außenminister der USA, Großbritanniens und Frankreichs haben sich für die Sitzung persönlich angekündigt. 

US-Außenministerin Hillary Clinton forderte, die Gewalt müsse sofort enden, so dass eine neue Phase des Übergangs beginnen könne. Der Generalsekretär der Arabischen Liga, Nabil al-Arabi, will in New York Bericht erstatten. Wegen der andauernden Gewalt hatte die Liga ihre Beobachtermission in Syrien unterbrochen.

sc/wa (dpa,APE,rtre)

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