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Politik

Asien-Reise: Enger Zeitplan für Bush

George W. Bush ist seit Freitag (17.10.) auf einer Asien-Australien-Reise. Sechs Länder in nur sechs Tagen – wenig Zeit für intensive Gespräche. Aber darum geht es auch nicht, sonder vor allem um Symbolik. Ein Überblick.

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Bush beim thailändischen Premierminister Thaksin Shinawatra

Der Weg nach Asien führt Präsident Bush zunächst über Kalifornien, wo er sich erstmals mit dem künftigen Gouverneur Arnold Schwarzenegger hinter verschlossenen Türen austauscht. Gegen 16 Uhr (Ortszeit) traf Bush in Tokio ein.

Japan: Irakpolitik wird ein wichtiges Thema sein

Der japanische Premierminister Junichiro Koizumi

Junichiro Koizumi

Mit Premierminister Koizumi (Foto) bespricht Bush wirtschaftliche Themen und das weitere Vorgehen im Irak. Im Irak-Konflikt hat sich Japan als einer der verläßlichsten Verbündeten der USA bewiesen. Zwar konnte sich das Land aufgrund seiner Friedensverfassung nicht an den Kampfhandlungen beteiligen, engagiert sich aber finanziell stark am Wiederaufbau des Landes.

Philippinen: Erstes Land, das Solidarität zusagte

Am Samstag morgen reist Bush weiter auf die Philippinen. Als erster amerikanischer Präsident seit Dwight David Eisenhower im Jahre 1960 spricht Bush vor dem Kongress in Manila. Im Anschluß ist ein Vier-Augen-Gespräch mit Präsiden Arroyo angesetzt. Die Philippinen haben den USA als erstes asiatisches Land nach dem 11. September 2001 ihre uneingeschränkte Unterstützung im Kampf gegen den internationalen Terrorismus zugesagt. Noch am Abend wird Bush nach Bangkok (Thailand) fliegen.

APEC-Konferenz

Im Rahmen der Konferenz der Organisation für die wirtschaftliche Zusammenarbeit der Asien/Pazifik-Staaten (APEC) möchte Bush neben wirtschaftlichen Kooperationen vor allem die Terrorbekämpfung vorantreiben. Bush berät sich dazu in Einzelgesprächen mit dem südkoreanischen Präsidenten Roh, dem mexikanschen Präsidenten Fox und seinem chinesischen Amtskollegen Hu.

Thailand: Dinner mit dem König

Auch der thailändischen Armee möchte Bush einen Besuch abstatten. Die Royal Thai Army war sowohl im Afghanistan- als auch im Irak-Feldzug involviert. Für den Montagabend (20.10.2003) lädt der thailändische König zum Staatsbankett.

Singapur: Fördert US-Militärpräsenz in der Region

In Singapur trifft sich Bush am Dienstag mit Präsident Nathan und Premierminister Goh. Der Stadtstaat fördert seit Jahren die amerikanische Militärpräsenz in der Region und gilt als einer der wichtigsten Handelspartner der USA weltweit.

Indonesien: Treffen mit Moslem-Führern

Tags darauf besucht der US-Präsident für nur drei Stunden Bali auf dem Insel-Staat Indonesien. Neben einem Empfang bei Präsident Megawati ist auch ein Zusammentreffen mit gemäßigten Moslemführern vorgesehen. Bush selbst habe im "oval office" ein Machtwort sprechen müssen, um die Kurzvisite in dem bevölkerungsreichsten islamischen Land der Welt und Schauplatz verheerender Bombenanschläge extremistischer Islam-Gruppen gegen den Widerstand der US-Sicherheitsexperten durchzusetzen. Das Treffen mit dem Präsidenten von Indonesien ist seiner Ansicht nach notwendig, um Anerkennung für einen der wichtigsten asiatischen Verbündeten im Kampf gegen islamistische Extremisten zu demonstrieren.

Australien: Partner im Irak-Feldzug

Von ähnlichen Motiven ist am Donnerstag (23.10.) der Bush-Besuch in Australien geprägt. Australien hatte schon früh Truppen für den Irak-Krieg entsandt. In Canberra spricht Bush vor dem australischen Parlament und im Anschluß mit Premierminister Howard. Über Hawaii fliegt der US-Präsident am Nachmittag zurück nach Washington.

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