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"Armes und doofes Deutschland?"

Es sind recht unterschiedliche Themen, die die DW-WORLD-Leser in den letzten Tagen bewegten: die Wahlen im Irak, der Schiedsrichterskandl, Neo-Nazis in Deutschland und die Studiengebühren.

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Wahlen im Irak

Trotz Ihrer Kritik, die sich nur gegen die Amerikaner und speziell Bush richtete, konnten die Afghanen, die Kosovo-Albaner, die Bosnier und die Irakis wählen. Vielleicht ist es nun an der Zeit, doch auf den Zug der Demokratie dieser Länder aufzuspringen und medienmäßig dazu beizutragen, dass diesen Ländern, die noch niemals eine eigene Stimme hatten, zu helfen! Wenn man so lange im Ausland wie ich lebe, dann versteht man oftmals nicht, warum die Deutsche Welle und andere deutsche Presseorgane so gleichgeschaltet gegen alles waren, was die Amerikaner machten, obwohl diese leider Gottes zurzeit die einzigen sind, die mit Gewalt als verlängerter Arm der Außenpolitik was verändern können und Diktatoren dieser Welt in die Gefängnisse stecken ... Die Europäer, namentlich wir Deutsche, haben auf diesem Gebiet nichts zu bieten außer viel Gerede - leider! (Edwin Blankenburg)

Die US zerstört Irak und richtet unglaubliches Unheil an. Gegen den Willen der Völker der Welt, beharrte Bush stur auf den mörderischen Krieg. Bush soll nun den Wiederaufbau auch im "ALLEINGANG“ bewältigen! Bush zählt auf die "Dummen Europäer“, welche sich so leicht abzocken lassen, denn er braucht Geld für seine neuen Kriegspläne! Darf ein Kind, das alles um sich herum zerstört, dafür auch noch belohnen werden? Nein, das stärkt nur die Arroganz und weiteren Zerstörungswillen! Was sich die US-Regiering, zusammen mit Toni Blair, eingebrockt haben, soll sie nun auch selbst ausbaden! (D. Hadorn)

Wahlen im Irak sind zum jetzigen Zeitpunkt sicherlich nicht der richtige Weg aus dem Chaos, sondern sie werden das Chaos noch vertiefen. Es ist mit verschärftem Bürgerkrieg zu rechnen, der im ungünstigsten Fall zu einem Auseinanderbrechen des Irak führen kann. Dies (z.B. Großiran, unabhängiger Kurdenstaat) kann in Europa, aber auch in den USA, niemand ernsthaft wollen. (Ronald Fricke)

NPD und Neo-Nazis

Es ist für mich als Deutscher eine große Schande, dass wieder rechte Parteien in die Parlamente gewählt werden. Wir dürfen nicht zulassen, dass es wieder zur einer Diktatur kommt. Die rechten Parteien haben nur ein Ziel und das ist Vernichtung unser Demokratie. Es ist unsere Pflicht, dies zu verhindern. Deutschland hat es einmal zugelassen, dass Menschen an die Macht kamen, die unsere Demokratie zerstörten. Ein zweites Mal darf es uns nicht geschehenn. (Morten Voss)

Die NPD sollte verboten werden, sie verbreitet verfassungsfeindliche Parolen, hetzt die Jugend mit rechtsextremen Inhalten gegen die Menschenwürde auf und verunglimpft das Ansehen des deutschen Staates im In- wie im Ausland . (Judith-Annette Dold)

Ich bin absolut für ein Verbot dieser Nazipartei. Meiner Meinung nach soll der demokratische Staat Stärke zeigen und sich nicht von den unverbesserlichen Menschen dieser Republik verarschen lassen. (Edmund Recke)

Ein Verbot der NDP käme meiner Meinung nach einer Bankrotterklärung für die Demokratie in Deutschland gleich. Da die NDP diese beachtliche Stimmenzahl erreicht hat, manifestiert sich doch damit eine gewisse Volksmeinung. Man ist demnach mit der großen Politik unzufrieden. Das sollte von den anderen Parteien und von der Bevölkerung akzeptiert werden. Es scheint mir, dass eine Radikalisierung unter den Menschen daher rührt, dass man sich als von der Politik ausgeschlossen sieht. Früher gab es zum Beispiel in wichtigen Entscheidungen noch Volkbefragungen. Was ist daraus geworden? Auch verwundert es hierzulande, dass die Nachfolgepartei der SED (PDS), die ideologisch ebenfalls als radikal eingestuft werden könnte, bisher noch keine vergleichbaren Schwierigkeiten hatte. (Christian Jürgen Klein)

Schiedsrichter-Skandal

Meiner Meinung nach stellen die derzeitigen Enthüllungen nur die Spitze eines Eisbergs dar. Allerdings ist zu fragen, wieso es im Sport zu dieser Entwicklung kommen konnte. Die Antwort liegt meines Erachtens nach in der immensen Bedeutung, die Geld, Wohlstand und Luxus in der Gesellschaft haben. Sport wird von vielen Menschen aus Idealismus und aus Spaß an körperlicher Fitness betrieben. Sobald der Sport ein professionelles Level erreicht, ist die Versuchung gegeben, damit Geld auf illegale Weise zu verdienen. Meiner Meinung nach können die in der Diskussion angeführten "Profischiedsrichter" die Betrügereien keinesfalls verhindern, allenfalls die Bestechungssummen in die Höhe treiben. Was helfen kann, sind gesunde und greifende Anti-Betrugsmaßnahmen seitens des DFB und der Staatsanwaltschaft und ein geändertes Bewusstsein innerhalb der Bevölkerung, solche Delikte nicht als Kavaliersdelikte zu bagatellisieren. Gleichzeitig muss den Schiedsrichtern, die sich treu und ehrlich dem sportlichen Wettkampf stellen, der Rücken gestärkt werden. Der Ehrliche darf nicht mehr der Dumme sein! Denn wenn Sport nur noch aus Gewinnsucht und nicht mehr aus Spaß am sportlichen Wettstreit heraus betrieben wird, kann man es auch ganz sein lassen. (Sebastian Kurbach)

Ich vertraue schon lange nicht mehr den "unparteiischen Personen", ob es nun Schiedsrichter, Staatsanwälte oder Polizisten sind. In der heutigen Zeit, wo Geschäftsehre, Vertrauen, Professionalität vom Kapitalismus geprägt ist, können wir "normale Mitbürger" nicht mehr von der Unbestechlichkeit der Entscheidungsträger ausgehen. Die Realität ist, dass alte Prinzipien wie Aufrichtigkeit heutzutage als "Schwäche" gesehen werden. (Manuel Arrabal López)

Studiengebühren

Die Einführung der Studiengebühren war schon seit Jahren überfällig. Es geht nicht an, dass für Kindergartenplätze die Eltern zahlen müssen, und immer mehr sich das nicht leisten können, und Studenten, mit einem großen Anteil von Studienabbrechern, das vom Steuerzahler finanziert bekommen. RICHTIG wäre, von den Gebühren die Kindergartenplätze zu finanzieren, damit auch Kinder sozial schwacher Familien diese aufsuchen können. DAS wäre sozial gerecht. Erst DANN hätten auch Kinder armer Familien mehr Chancen in dieser Schmiergeldrepublik. (Gerd Giebe)

Das ist eine große Schweinerei mit den Studiengebühren. Damit wird der Weg für eine gute Ausbildung der Reichen geebnet. Fast jede Familie hat mit den Kosten zu kämpfen. Muss ich meinen Töchtern jetzt sagen, dass keine mehr studieren darf, weil unser Geld dafür nicht reicht?????? Das muss bestimmt kein Politiker seinen Kindern sagen. (Bärbel Kappel)

Ich bin dezidiert gegen Studiengebühren. Ein Studium wäre mir bei Gebühren nicht möglich gewesen, und in der kaufmännischen oder technischen Lehre braucht man niemanden mit der Eins in Latein und zwei linken Händen im Praktischen. Heute arbeite ich als freie Journalistin (nach einem Studienabschluss von 1,2), konnte auch bereits einen Lehrauftrag an meiner alten Universität wahrnehmen und absolviere parallel dazu ein Aufbaustudium - das ich bei Gebührenpflicht nicht werde beenden können. (Konstanze Führlbeck)

Studiengebühren sind ein denkbar falscher Weg. Studenten, die aus sozial schwächeren Familien kommen, werden somit noch mehr Steine in den Weg gelegt, Bildung wird zu einem Luxusgut für Reiche. Studiengebühren sind eine unglaubliche Belastung für Familien, die mehrere Kinder in der Ausbildung haben. (Julia Jacobs)

Der Staat täte gut daran, das Bildungssystem zu stärken statt ihm den Todesstoss zu geben. Armes und doofes Deutschland? (Sascha Bader)

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