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Aktuell Europa

Armenien gedenkt der Opfer der Massaker

Mit einer Schweigeminute ist in Armenien der Opfer der Massaker durch Truppen des Osmanischen Reichs vor hundert Jahren gedacht worden. Präsident Sargsjan legte in der zentralen Gedenkstätte Blumen nieder.

"Nichts ist vergessen, nach hundert Jahren erinnern wir uns", sagte Staatspräsident Sersch Sargsjan bei der Zeremonie in der Nähe der armenischen Hauptstadt Eriwan (Artikelbild). An der Gedenkfeier nahmen zahlreiche Politiker aus dem Ausland teil, unter ihnen Frankreichs Präsident François Hollande und Russlands Staatschef Wladimir Putin. Im Laufe des Tages werden Hunderttausende Armenier an der Gedenkstätte erwartet.

Kranzniederlegungen

Sargsjan dankte den internationalen Gästen für ihre Verbundenheit mit dem armenischen Volk. Die Politiker gingen einzeln durch das Spalier einer Ehrenwache zu einer ewigen Flamme und legten Blumen nieder. Hollande sagte, er verneige sich vor den Opfern. "Wir werden die Tragödie, die Ihr Volk erduldet hat, niemals vergessen", versicherte er.

Putin erklärte bei der Zeremonie, Massenmorde seien durch nichts zu rechtfertigen. Notwendig sei ein weltweiter Kampf gegen Völkermord: "Die internationale
Gemeinschaft muss alles tun, damit sich die tragischen Ereignisse von einst nicht wiederholen", sagte der Kremlchef.

Frankreichs Präsident Hollande (l.) und der russische Staatschef Putin (2. von r.) bei der Gedenkfeier (Foto: Getty Images)

Frankreichs Präsident Hollande (l.) und der russische Staatschef Putin (2. von r.) bei der Gedenkfeier

Nach armenischer Darstellung wurden vom 24. April 1915 bis zum Jahr 1917 im damaligen Osmanischen Reich bis zu 1,5 Millionen Armenier getötet. Die Türkei als Nachfolgestaat nennt wesentlich geringere Opferzahlen und weigert sich, die Massaker als Völkermord zu bezeichnen.

wl/uh (dpa, afp)