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Aktuell Afrika

Armeechef: Wir wissen, wo entführte Schülerinnen sind

Hoffnung für die Familien der verschleppten Mädchen in Nigeria: Man wisse, wo die Schülerinnen seien, erklärte Armeechef Badeh ohne allerdings Details zu nennen.

Das sei eine gute Nachricht für die Mädchen und ihre Angehörigen, allerdings könne die Regierung derzeit keine weiteren Informationen geben, sagte Armeechef Alex Badeh vor Journalisten in der Hauptstadt Abuja. Es gehe um ein militärisches Geheimnis. Die Armee arbeite intensiv an der Lösung und - so versicherte - Badeh: "Wir werden die Mädchen zurückbekommen." Die Streitkräfte würden aber nicht mit Gewalt vorgehen. Die Mädchen dürften bei einer Befreiungsaktion nicht in Gefahr gebracht werden.

Viele Ländern helfen bei der Suche nach den Entführten

Die nigerianische Regierung und das Militär stehen wegen der Massenentführung der mehr als 200 Schülerinnen international in der Kritik. Die Mädchen waren am 14. April von der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram im Nordosten des Landes in einem abgelegenen Dorf gekidnappt worden. Präsident Goodluck Jonathan sah sich schließlich gezwungen, ausländische Hilfe bei der Suche anzunehmen. Im Einsatz sind unbemannte Drohnen aus den USA, außerdem sind Teams aus Frankreich, Großbritannien und Israel am Anti-Terroreinsatz beteiligt.

Nigeria Protest Boko Haram Entführung 26.5.2014

Armeechef Badeh (Bildmitte) macht den Familien der Entführten Hoffnung

Ungeachtet des von Nigerias Militär nun behaupteten Teilerfolges bei der Suche nach den Entführten gibt es Meldungen über neue Anschläge der Islamistengruppe Boko Haram. So wurden mindestens vier Soldaten nahe der Stadt Jos in Zentralnigeria getötet.

Wenige Stunden zuvor hatte es auf einem Wochenmarkt im Bundesstaat Borno ein Blutbad gegeben. Bewaffnete fuhren auf Motorrädern vor und schossen wahllos auf Personen. Es wurden 24 Menschen getötet. Die Terroristen setzten auch Sprengsätze ein, Häuser wurden angezündet, wie die Zeitung "The Vanguard" berichtet.

Die Blutspur von Boko Haram ist lang

Die Einwohner des umliegenden Dorfes machten die Islamistengruppe Boko Haram für die Tat verantwortlich. Die Extremisten kämpfen für die Errichtung eines islamistischen Staates, seit 2009 verüben ihre Mitglieder immer wieder Anschläge auf Polizei, Armee und Behörden, auf Kirchen und auf Schulen. Tausende Menschen sind dabei getötet worden.

Der oberste geistliche Führer der Muslime in Nigeria, Muhammed Sa'ad Abubakar III. gilt als Kritiker der Terrorgruppe, er sagte in einer öffentlichen Rede in der Nationalmoschee in Abuja: "Für Terrorismus ist im Islam kein Platz". Die nigerianischen Muslime müssten aufstehen und "alle Terrorakte mit einer Stimme verurteilen".

haz/se (rtre, afp)

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