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Kämpfe auf Mindanao

Armee: Philippinische Islamisten enthaupten Christen

Das philippinische Militär hat die Luftangriffe in der Region um die Stadt Marawi fortgesetzt. Islamistische Terroristen sollen dort viele Geisel festhalten und besonders brutal gegen Christen vorgehen.

Ein Mann des philippinischen Militärs steht auf einem Panzer und fährt so durch die Straßen von Marawin. (Foto: Reuters/J. Silva)

Die philippinische Armee kämpft gegen die Dschihadistenorganisationen

In der umkämpften Stadt Marawi auf der südphilippinischen Insel Mindanao sollen islamistische Extremisten mindestens vier Christen geköpft haben. Wie ein ein Armeesprecher in der Stadt Marawi philippinischen Medien sagte, gebe es Berichte von Augenzeugen und Videos, die von den Terroristen im Internet verbreitet worden seien. Eine unabhängige Bestätigung der Morde sowie Informationen über die Identität der Opfer gebe es jedoch noch nicht.

Nach einer angefeuerten Bombe fliegen die großen Brocken weit über die Dächer der Stadt. (Foto: Reuters/R. Ranoco)

Nach einer Feuerpause gehen die Luftangriffe weiter

Terroristen verschanzen sich

Die mit der Terrormiliz "Islamischer Staat" verbündeten Aufständischen hätten seit Ausbruch des Konflikts vor mehr als einem Monat 30 Zivilisten umgebracht, so der Sprecher weiter. Es gebe zahlreiche Berichte, dass die Extremisten alle Christen töteten, die in ihre Gefangenschaft gerieten, sagte Militärsprecher Restituto Padilla dem Radiosender DZMM.

Auch kursierten Berichte, wonach Extremisten, die sich ergeben wollten, von den eigenen Kameraden getötet wurden, sagte er. In der Stadt Marawin sind nach Angaben philippinischer Medien seit Ende Mai noch immer zwischen 150 und 200 Geiseln in der Gewalt der islamistischen Terrororganisationen. Rund Hundert Kämpfer der Terrorgruppen Maute und Abu Sayyaf sind demnach in vier Stadtvierteln von Marawi versteckt.

Weitere Luftangriffe 

Die Armee nahm ihre Luftangriffe und die Bodenoffensive wieder auf, um die Extremisten aus der Stadt rund 800 Kilometer südlich von Manila zu vertreiben. Am Sonntag hatte die philippinische Armee eine achtstündige Feuerpause ausgerufen, damit die muslimischen Einwohner Marawis das Ende des Fastenmonats Ramadan feiern konnten. Das Militär hat die Stadt belagert.

Ein Säugling liegt auf einem provisorischen Bett neben seiner Mutter. (Foto: Reuters/J. Silva)

Zivilisten wurden aus der umkämpften Stadt in Sicherheit gebracht

Auslöser des Konflikts war der Versuch der Armee gewesen, am 23. Mai den mutmaßlichen Anführer der IS-Terrormiliz auf den Philippinen festzunehmen. Staatspräsident Rodrigo Duterte verhängte für 60 Tage das Kriegsrecht über die Region. Mehr als 400 Menschen starben bisher in den Kämpfen. Fast 300 davon sollen Extremisten sein, darunter auch mindestens acht ausländische Dschihadisten unter anderem aus Russland, Saudi-Arabien und Tschetschenien. Die 200.000 mehrheitlich muslimischen Einwohner Marawis sind geflohen und leben in provisorischen Lagern.

pab/uh (dpa, kna)

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