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Musik

Ariana Grande und ihr junges Publikum

Sie ist 23 Jahre alt und schon eine der angesagtesten Popsängerinnen weltweit. In Manchester erlebte sie jetzt, wie bei ihrem Konzert eine Bombe hochging und zahlreiche Fans starben.

"Aus tiefstem Herzen: Es tut mir so leid. Mir fehlen die Worte", schrieb Ariana Grande kurz nach dem Anschlag auf Twitter. Sie selbst kam unverletzt davon. Auf dem Konzert waren viele Kinder und Jugendliche. Sie feierten die Sängerin, die mit einer Mischung aus Mainstream-affinem Pop und einer leicht souligen Stimme in den letzten Jahren die Herzen ihrer Fans eroberte.

Sängerin der Königskategorie 

Die Karriere von Ariana Grande verlief steil nach oben. 2013 veröffentlichte sie ihr Debütalbum "Yours Truly" und gewann bei den American Music Awards in der Kategorie "New Artist of the Year". Ein Jahr später schaffte sie mit ihrem US-Nummer-Eins-Album "My Everything" weltweit den Durchbruch und landete mit dem vier Millionen Mal verkauften Song "Problem" einen der Sommerhits des Jahres. Auch das dritte Album mit der gleichnamigen ausgekoppelten Single "Dangerous Woman" wurde ein Erfolg, stieg direkt auf Platz zehn der amerikanischen Billboard Top 100 ein. Damit ist Ariana Grande die erste Künstlerin, die es geschafft hat, alle Lead Singles ihrer bisher veröffentlichten Platten in den Top Ten zu platzieren. Im November 2016 gewann die Sängerin dann erneut bei den American Music Awards: diesmal in der Königskategorie "Künstler des Jahres". Die Konkurrenz - Justin Bieber, Selena Gomez und Rihanna - ging leer aus. 

Erste Bühnenerfahrungen 

Zum ersten Mal stand die junge Frau aus Florida, die italienische Wurzeln hat, 2008 im Broadway-Musical "13" auf der Bühne. Sie war damals erst 14 Jahre alt und räumte direkt den Nachwuchspreis "National Youth Theatre Association Award" ab. Bald darauf ergatterte sie die Hauptrolle in der populären TV-Serie "Victorious" auf dem Kindersender Nickelodeon. Sie spielte die süße, aber schusselige Cat Valentine. 2013 bekam sie ihre eigene Spin-Off-Serie "Sam + Cat", die aber nicht lange lief, weil Ariane und ihre Filmkollegin nicht miteinander auskamen.

Ariana Grande auf der Bühne (Reuters/M. Anzuoni)

Ariana Grande - auf der Bühne ein Naturtalent

Für Ariana war das offenbar kein Beinbruch, denn eigentlich schlägt ihr Herz sowieso für die Musik: "Die Schauspielerei macht Spaß, aber Musik wird immer das Wichtigste für mich sein", sagte die junge Künstlerin einmal. Sie nahm Coverversionen von unter anderem Frank Oceans "Sweet Life" und Lady Gagas "Born This Way" auf und veröffentlichte diese auf ihrem YouTube-Kanal. Schon ihr erstes Konzert 2011 in New York war ausverkauft. Erstmals präsentierte Ariane ihrem Publikum auch eigene Songs. Es war der Beginn ihrer kometenhaften Karriere, der sie sogar ins Weiße Haus führte: Im März 2014 lud First Lady Michelle Obama Grande die Sängerin ein und ehrte sie auf dem Konzert "Women of Soul" als "Foremother of American Music".

Sexy Image wider Willen

Ariana Grande (picture-alliance/dpa/P. Buck)

Sexy und naiv - so will es das Management

Arianas Management hat klare Vorstellungen davon, wie die Sängerin aufzutreten hat: als naive Verführerin in knappen Outfits, die die Stylistin gern auch mal im Sexshop besorgt. Im Sommer 2014 gestand Ariana der Tageszeitung "New York Daily News": "Ich fühle mich nicht wohl mit meinem sexy Image - oder mit meinen Klamotten!" Wohl fühlt sie sich allerdings, wenn sie mit anderen Künstlern kooperiert: Bei ihrem Hit "Problem" wird sie zum Beispiel von Rapper Igga Azalea unterstützt, bei "BangBang" sind die britische Sängeriun Jessie J und die Rapperin Nicki Minaj aus Trinidad und Tobago mit von der Partie. 

Das Netz liegt ihr zu Füßen 

Den Fans gefällt es in jedem Fall. Arianas YouTube-Channel ist laut der Zeitschrift "Gala" mit mehr als zehn Millionen Abonnenten auf Platz 41 der erfolgreichsten Channels überhaupt, auf Instagram folgen ihr mehr als 100 Millionen Menschen – damit steht sie auf Platz zwei aller Instagram-Accounts. Ihre Tweets lesen 45 Millionen Fans, damit ist sie auf Platz 17 der Menschen mit den meisten Followern. Und bei Facebook machten bisher über 32 Millionen User den Daumen hoch für Ariana.

Eigentlich möchte sie nur eine ganz normale - erfolgreiche - Sängerin sein. Doch nach dem Attentat in Manchester wird auch für sie wohl nichts mehr sein wie zuvor.

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