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Rätsel um Verschwinden der "San Juan"

Argentiniens Admiral Marcelo Srur muss gehen

Aus Sicht der Politik war der Chef der Marine nicht mehr zu halten - zu groß ist der Druck der Öffentlichkeit. Seit einem Monat ist das U-Boot "San Juan" verschollen.

Argentinien Präsident Mauricio Macri und Admiral Marcelo Srur (Getty Images/AFP/J. Mabromata)

Da stand der Präsident noch hinter ihm: Mauricio Macri (links) im November mit Admiral Marcelo Srur

Rund einen Monat nach dem Verschwinden des argentinischen U-Boots "ARA San Juan" ist der Chef der Marine, Marcelo Srur, entlassen worden. Der Verteidigungsminister des Landes habe die Ablösung Srurs gefordert, sagte ein Marinevertreter in Buenos Aires. Derweil geht die Suche nach dem verschollenen U-Boot weiter. Es gibt jedoch keine Hoffnung mehr auf Überlebende unter der Crew.

Mehrere Angehörige der Besatzungsmitglieder beschuldigen die Marine, der Öffentlichkeit Informationen vorzuenthalten. Sie fordern eine parlamentarische Untersuchungskommission. Am Freitag hatte es Kundgebungen in der Hauptstadt Buenos Aires und in Mar del Plata gegeben.

Letzter Funkspruch: "Feuer!"

Die Regierung will in den kommenden Tagen eine interne Untersuchungskommission der Marine einrichten, wie die amtliche Nachrichtenagentur Telam unter Berufung auf Regierungsquellen meldet.

Das U-Boot mit 44 Menschen an Bord ist seit dem 15. November verschollen. In ihrem letzten Funkspruch hatte die Crew einen Kurzschluss und ein Feuer gemeldet. Verursacht wurde der Zwischenfall offenbar durch Wasser, das in der stürmischen See durch das Lüftungssystem ins U-Boot eingedrungen war.

jj/ww (dpa, afp)

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