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Wirtschaft

Argentinien vor Peso-Abwertung

Fünf Präsidenten in nur zwei Wochen hat das bankrotte Land in Südamerika verschlissen. Nun will die Regierung unter Präsident Eduardo Duhalde in einem Notstandsprogramm den Peso abwerten.

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Präsident Eduardo Duhalde: Flucht nach vorn

Das argentinische Parlament hat ein Notstandsgesetz
gebilligt, mit dem Präsident Eduardo Duhalde Sondervollmachten zur Bewältigung der Wirtschaftskrise eingeräumt werden.

Das Gesetz erlaubt Duhalde unter anderem Maßnahmen zur Abwertung der Landeswährung Peso. Die neue argentinische Regierung will die Flucht nach vorn antreten. Die seit 1991 im Verhältnis 1:1 an den US-Dollar gebundene Landeswährung gilt als Hauptgrund für die massiven Wirtschafts- und Finanzprobleme. Da argentinische Exportprodukte durch die Dollar-Bindung im Gegensatz zu konkurrierenden Erzeugnissen, etwa aus Brasilien, völlig überteuert waren, gingen die Ausfuhren drastisch zurück, dem Staat entgingen Steuern, Unternehmen gerieten in Schieflage, viele Firmen machten Pleite. Geplant ist jetzt eine Abwertung des Pesos um 40 Prozent.

Mehr als 140 Milliarden Dollar Auslandssschulden

Bei der Bedienung seiner Auslandsschulden ist Argentinien in Zahlungsverzug geraten. Argentinien habe die fällige Zahlung von 28 Millionen Dollar auf eine Lira-Anleihe nicht geleistet, so ein Mitarbeiter der Regierung. Argentinien hatte Ende Dezember offiziell die Zahlung der Auslandschulden in Höhe von 141 Milliarden Dollar ausgesetzt. Bis Ende März muss das Land außerdem drei Milliarden Dollar an den Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückzahlen.

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