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Sport

Argentinien stolpert ins Traumfinale

In einem lange Zeit ereignisarmen, aber zum Schluss dann doch packenden Halbfinale hat sich Argentinien ins Confed-Cup-Finale mit Brasilien gekämpft. Die Entscheidung im Duell mit Mexiko fiel erst im Elfmeterschießen.

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Esteban Cambiasso sorgt für die Entscheidung

Mit 6:5 entschieden die Argentinier das Elfmeterschießen für sich. Das entscheidende Tor erzielte Esteban Cambiasso, nachdem zuvor der argentinische Torhüter German Lux den Schuss von Ricardo Osorio gehalten hatte. Das FIFA-Turnier der Fußball-Kontinente endet am Mittwoch (29.06.2005) mit dem Endspiel in Frankfurt am Main zwischen Brasilien und Argentinien. Im Spiel um den dritten Platz trifft Deutschland, ebenfalls am Mittwoch, in Leipzig auf Mexiko.

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Der einzige Elfmeter, der nicht ins Tor ging: German Lux hält gegen Ricardo Osorio

Mexiko begann wie erwartet mit einer dichten Abwehr und ließ die Argentinier erst einmal kommen. Über links war es meist Kapitän Juan Sorin, der den Ball nach vorn trieb. Doch dann war es immer ein mexikanisches Abwehrbein, das sich dem letzten Pass dazwischen stellte und in der Mitte auch Riquelme kaum zur Entfaltung kommen ließ. Der Erfolg ihrer Abwehrarbeit machte die Mexikaner mutiger, die ab Mitte der ersten Halbzeit zu einer Reihe von Chancen kamen. Die größte Chance hatten aber die Argentinier kurz vor der Halbzeit, als Sorin den Ball an Torhüter Sanchez vorbeilupfte, Gonzalo Pineda aber auf der Linie klären konnte.

Es wurde besser - und ruppiger

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Nach Saviola fliegt auch Rafael Marquez vom Platz

Nach der Pause spielten die Argentinier druckvoller und griffen früher an. Damit wurde das auf und ab wogende Spiel noch brisanter. Es gab mehrere Chancen für die "Albiceleste". Auf der anderen Seite hatte Sinha die Möglichkeit zum Führungstreffer, als er an der Strafraumlinie voll abzog und den linken Torpfosten traf. Das Spiel wurde nicht nur besser, sondern auch härter. Gegen Ende der regulären Spielzeit sah Saviola die rote Karte wegen Nachtretens - in der Nachspielzeit schickte der italienische Schiedsrichter Rosetti auch den mexikanischen Superstar Rafael Marquez mit Gelb-Rot vom Platz.

Argentinien fand lange Zeit nicht die Mittel, um die kompakte Abwehr der Mexikaner zu überwinden. Bezeichnend dafür, dass Mittelfeldstar Juan Riquelme keinen seiner fünf Freistöße zum Tor nutzen konnte. Auf der anderen Seite gelang es Mexiko immer wieder, schnell auf Angriff umzuschalten und die Chancen-Bilanz ausgeglichen zu gestalten. Argentinien wirkte technisch überlegen, Mexiko spielte mit mehr Leidenschaft.

Mexikanische Länderspielserie hält

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Das mexikanische Führungstor durch Carlos Salcido

Die Belohnung kam in der Verlängerung, als Carlos Salcido in der 103. Minute nach glänzender Vorarbeit von Alberto Medina das 1:0 erzielte. Der Treffer wurde vom argentinischen Abwehrspieler Fabricio Coloccini unhaltbar ins Netz abgefälscht. Doch Argentinien reagierte mit heftigen Angriffen und schaffte in der 110. Minute durch Luciano Figueroa den Ausgleich. Für den Stürmer vom spanischen Verein Villarreal war es schon der vierte Turniertreffer.

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Torschützen wie Figueroa (unten) werden gerne geknutscht

Der Erfolg für Argentinien war nicht unverdient. Das Team von Coach Jose Pekerman steigerte sich im Laufe des Spiels spürbar. Und Mexiko blieb offiziell auch im 22. Spiel in Folge ungeschlagen - Niederlagen durch Elfmeterschießen werden nicht als solche gewertet -, was allerdings für die Spieler von Trainer Ricardo La Volpe nur ein schwacher Trost sein dürfte.

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