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Wirtschaft

Argentinien-Krise als Vorbild

Die weltweite Konjunktur lahmt, die Industrieländer wollen sie wieder ankurbeln. Auf dem G8-Gipfel suchen die Regierungschefs gemeinsame Antworten auf die Anforderungen der globalen Wirtschaft.

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Internationales Krisenmanagement in Argentinien erfolgreich?

"Seit Jahresbeginn", schreibt das Bundeswirtschaftsministerium, "verstärken sich die Hinweise, dass die Schwächephase der Weltwirtschaft überwunden ist. Für den Verlauf des Jahres 2002 wird allgemein mit einem deutlichen Wiederanziehen der Konjunktur und einer spürbaren Belebung des Welthandels gerechnet." Die G8 werden sich in Kananaskis über die Entwicklung der Weltwirtschaft austauschen und die angelaufene Erholung unterstützen.

Internationale Finanzarchitektur

Die internationale Wirtschaft kann nur auf Grundlage starker und vernetzter Finanzmärkte stabil wachsen. Allerdings wird dabei die Krisenvorbeugung immer wichtiger, denn eng vernetzte Finanzmärkte bergen auch die Gefahr, dass sich nationale Schieflagen schnell ausbreiten und ganze Regionen erfassen.

Ein Ergebnis dieses Krisenmanagements ist auch schon zu beobachten: Im Gegensatz zur Asienkrise 1998 hat die anhaltende Argentinienkrise bisher nicht auf andere Länder übergegriffen. Die Ereignisse in Argentinien haben aber auch gezeigt, dass die Vorbeugung und Bewältigung von Finanzkrisen zu den wichtigsten Aufgaben bei einer Reform der Internationalen Finanzarchitektur zählen.

Freier Welthandel

Die G8 unterstützen traditionell die Entwicklung der freien Weltmärkte, weil sie davon überzeugt sind, dass Staaten mit offenen Handels- und Investitionsstrukturen einen Wachstumsvorteil gegenüber geschlossenen Volkswirtschaften haben.

Industrie- und Entwicklungsländer verhandeln seit Ende 2001 im Rahmen einer "Entwicklungsrunde" über weitere Fortschritte des Welthandelssystems; dabei sollen die Entwicklungsländer von zusätzlichen Vergünstigungen profitieren.

Freier Marktzugang für die ärmsten Länder

Die G8-Staats- und Regierungschefs einigten sich bereits auf dem Genua-Gipfel darauf, dem Vorbild der EU-Initiative "Everything but Arms" zu folgen und ihre Märkte für alle Güter der 49 ärmsten Länder zu öffnen. Ausgenommen sind davon lediglich Waffen.

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