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Podcast Wirtschaft

Argentinien hofft auf neue IWF-Kredite

An diesem Donnerstag (13. 6.) nimmt einen Delegation des Internationalen Währungsfonds in Buenos Aires Verhandlungen mit der argentinischen Regierung auf.

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Der argentinische Präsident Eduardo Duhalde hofft auf neue IWF-Kredite.

Dabei geht es um ein vom IWF unterstütztes Wirtschaftsprogramm für das hochverschuldete und krisengesbeutelte lateinamerikanischen Land.

Es gebe zwar Differenzen mit dem IWF, so der argentinische Wirtschaftsminister Roberto Lavagna diese Woche vor Journalisten in Buenos Aires, aber eine Übereinkunft mit dem Fonds seit für die Regierung Duhalde derzeit der einzige gangbare Weg. Dabei geht es Argentinien nicht allein um neue Kredite vom IWF. Die an diesem Donnerstag beginnenden Gespräche dienen der Umschuldung der 2002 und 2003 fälligen Rückzahlungen an den IWF. Im Juli ist eine Zahlung über 1 Milliarde Dollar an den IWF fällig, und bei der Interamerikanischen Entwicklungsbank BID steht Argentinien mit weiteren 1,7 Mrd. Dollar in der Kreide.

Insgesamt müsste Argentinien in diesem Jahr 5,5 Milliarden Dollar an den IWF und 2003 weitere 8,6 Milliarden Dollar an internationale Kreditgeber zurückzahlen. Eine Zahlungsunfähigkeit gegenüber dem Fonds würde das Land noch weiter von der internationalen Finanzgemeinschaft isolieren. Argentinien kann auf einen Großteil der Schulden über 140 Milliarden Dollar den Schuldendienst nicht leisten.

Ende des Monats wird der argentinische Wirtschaftsminister Lavagna in Begleitung von drei Provinzgouverneuren nach Washington reisen, um dort weitere Gespräche mit dem IWF zu führen. Voraussetzung für die jetzt wieder aufgenommenen Gespräche war die Unterzeichnung eines Abkommens zwischen der Regierung in Buenos Aires und den Provinzen, in dem letztere sich unter anderem verpflichten, ihre Ausgaben um 60 Prozent zu kürzen.

  • Datum 13.06.2002
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  • Permalink http://p.dw.com/p/2Pg3
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