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Kultur

Arena AufSchalke als Goldgrube

Das modernste Fußballstadion Europas soll für Schalke 04 zur Goldgrube werden. Vizemeister will Branchenführer werden. inc inc inc inc inc inc inc inc inc inc inc inc inc inc inc inc inc inc inc inc inc inc inc inc inc inc inc inc inc inc inc inc inc

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Blick in die "Arena AufSchalke"

367 Millionen Mark hat der Traditionsklub in den Bau gesteckt - eine Investition, die sich auszahlen soll. Mit Mehreinnahmen von rund 50 Millionen Mark rechnen die Gelsenkirchener in dieser Saison, der Umsatz soll von zuletzt 117 auf 150 bis 200 Millionen Mark steigen.

Und das ist durchaus vorsichtig kalkuliert: Denn in den 17 Bundesliga-Heimspielen dürfen Manager Rudi Assauer und Co. getrost mit einem Schnitt von 60.000 Zuschauern rechnen - pro Spiel mit einer Brutto-Einnahme von fast drei Millionen Mark. Ursprünglich waren 40.000 Fans veranschlagt worden, in der vergangenen Saison hatten es die Königsblauen im Parkstadion auf einen Schnitt von 40.543 Besuchern gebracht. Hinzukommen mindestens drei mit 52.333 Zuschauern ausverkaufte Champions-League-Partien.

28 Millionen Mark muss Schalke pro Jahr für den Schuldendienst zahlen. '21 davon muss der Verein aufbringen, den Rest die Tochtergesellschaften', erklärt Assauer: 'Das heißt: Neben den Bundesliga-Spielen brauchen wir im Jahr zehn andere Veranstaltungen.' Vier sind schon gelaufen: Die Eröffnungsfeier, zwei Konzerte der deutschen Popgruppe Pur und die Oper Aida.

Innerhalb eines Monats zählten die Hausherren in der Arena bereits 400.000 Besucher. Bis zum Jahresende folgen neben den Europapokalpartien das Länderspiel gegen Finnland, eine Volksmusik-Gala sowie eine Motocross-Veranstaltung. Zudem ist ein Weihnachtsmarkt mit Eisfläche geplant.

Und für das kommende Jahr stehen die Interessenten laut Assauer Schlange: 'Jetzt sehen alle: Verdammte Hacke, das Stadion gibt es wirklich, das ist kein Hirngespinst. Jetzt auf einmal kommen auch die ganz Großen und fragen nach.' So ließ auch Elton John, der bei den Verhandlungen zur Eröffnungsfeier den Schalke-Manager noch zur Weißglut getrieben hatte, anfragen, ob er auf seiner Europa-Tournee sein einziges Deutschland-Gastspiel in Gelsenkirchen geben könne.

Neben Rock- und Popstars will Assauer, als Geschäftsführer der Arena-Betriebs-GmbH der eigentliche Hausherr, auch andere Sportarten präsentieren: 'Ein Reitturnier ist im Gespräch. Und die American Footballer von Rhein Fire wollen hier spielen, wenn in Düsseldorf das Rheinstadion umgebaut wird. Aber bitte auf Kunstrasen. Unseren Rasen hauen die ja kaputt.'

Mit der Eröffnung der Arena ist Bauherr Assauer allerdings noch nicht am Ziel seiner Träume. Der Klub soll Großgrundbesitzer werden: Das Vereinsgelände soll auf 'weit über 500.000 Quadratmeter' anwachsen und zur 'Erlebniswelt Schalke 04' werden. Dazu müsste der Bundesligist der Stadt Gelsenkirchen das marode Parkstadion abkaufen. 'Die Gespräche laufen', sagt Assauer, der möglichst schnell die Haupttribüne abreißen und ein Hotel sowie ein Reha-Zentrum errichten will: 'Dann sind wir in Deutschland unumstritten weit vorne.'

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