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Politik

"Arctic Sea"-Entführer festgenommen

Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums wurde die "Arctic Sea" von Piraten entführt. Acht Verdächtige wurden inzwischen festgenommen.

Der Frachter Arctic Sea im Hafen (Foto:dpa)

Die "Arctic Sea" soll von Piraten entführt worden sein.

Die russischen Behörden haben Agenturmeldungen zufolge acht mutmaßliche Entführer des Frachtschiffs "Arctic Sea" verhaftet. Unter den Verdächtigen seien Russen, Esten und Letten, meldeten russische Nachrichtenagenturen am Dienstag (18.08.2009) unter Berufung auf den russischen Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow. Die russische Schwarzmeerflotte hatte den unter maltesischer Flagge fahrenden Frachter mit seinen fünfzehn Besatzungsmitgliedern am Montag in der Nähe des westafrikanischen Inselstaats Kap Verde, rund 500 Kilometer vor der westafrikanischen Küste, aufgespürt und befreit. Das Verschwinden des Schiffes gab auch Experten Rätsel auf. Selbst die NATO war in die Suche eingeschaltet worden. Rund 20 Länder hatten nach der 98 Meter langen "Arctic Sea" gesucht. Zuletzt beschäftigte sich auch die EU-Kommission mit dem rätselhaften Fall.

Ziel der Piraten unklar

Warum die Piraten das Schiff kaperten bleibt weiter unklar. Medien sprachen von Lösegeldforderungen. Nach den Darstellungen des russischen Verteidigungsministers hatten die Entführer die "Arctic Sea" bereits am 24. Juli in der Ostsee in ihre Gewalt gebracht. Die acht Verdächtigen hatten sich demnach in einem Schlauchboot dem Frachter genähert und unter dem Vorwand, in Seenot geraten zu sein, die "Arctic Sea“-Besatzung um Hilfe gebeten.

Bordtechnik wurde abgestellt

Der russische Verteidigungsminister Serdjukow (Foto: AP)

Der russische Verteidigungsminister Serdjukow gab Einzelheiten zur Entführung bekannt

Die "Arctic Sea" sollte offiziell Holz im Wert von über einer Million Euro von Finnland nach Algerien bringen. Den letzten Funkkontakt hatte die britische Küstenwache am 28. Juli, als der Frachter den Ärmelkanal durchquerte. Seither gab es Spekulationen, es könnten sich an Bord auch Waffen oder Drogen befinden. Auch eine Beteiligung der Mafia wurde nicht ausgeschlossen. Serdjukow sagte, alle Navigationsgeräte und die Bordtechnik seien nach dem Überfall von den Piraten abgestellt worden. Er erklärte damit den fehlenden Funkkontakt und das wochenlange Rätselraten um den Verbleib des Schiffs. (ssr/as/dpa/ap/afp/rtr)

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