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Kultur

Architekten kritisieren Pläne für Berliner Stadtschloss

Kurz vor Bekanntgabe des Sieger-Entwurfes für das Berliner Stadtschloss flammt die Diskussion über die Gestaltung des Jahrhundertprojekts wieder auf. Juroren des Architekturwettbewerbs äußerten sich im Nachrichtenmagazin "Spiegel" kritisch über den

geplanten Nachbau von Barockfassaden am Schloss. "Wer als Architekt nicht für einen kompletten modernen Neubau an dieser Stelle ist, verrät seinen Beruf", sagte Jurymitglied Gesine Weinmiller dem Nachrichtenmagazin. Der Bundestag hatte bereits vor sechs Jahren beschlossen, dass das einstige Hohenzollern-Schloss - im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt und 1950 von der DDR-Regierung gesprengt - an drei Seiten mit seiner historischen Barockfassade wieder aufgebaut werden soll.

Auch der italienische Architekt und Jury-Vorsitzende Vittorio Lampugnani meldete Bedenken an. "Ich bin ein Gegner der Behauptung, das alte Schloss wäre das beste, was an dieser Stelle stehen kann", sagte er dem "Spiegel". Zusammen mit sieben weiteren Jurymitgliedern wird Lampugnani bis zum 28. November den Architekten bestimmen, der den Aufbau des Stadtschlosses mit den nachgebauten Barockfassaden übernimmt.