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Aktuell Amerika

Architekt Oscar Niemeyer gestorben

Der brasilianische Architekt Oscar Niemeyer ist im Alter von 104 Jahren in seiner Heimatstadt Rio de Janeiro gestorben. Während seiner 70-jährigen Karriere realisierte er mehr als 600 Projekte in aller Welt.

Oscar Niemeyer starb zehn Tage vor seinem 105. Geburtstag im Krankenhaus in seiner Heimatstadt Rio de Janeiro. Das gab das behandelnde Samaritano-Hospital bekannt. Niemeyer konnte zum Schluss nur noch mit Hilfe von Geräten atmen und war in ein künstliches Koma versetzt worden. Der Architekt war am 2. November unter anderem mit Nierenproblemen in die Klinik gebracht worden. Es war bereits das dritte Mal in diesem Jahr, dass Niemeyer stationär im Krankenhaus war.

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Stararchitekt Niemeyer gestorben

Der Architekt deutscher Abstammung gilt als einer der Wegbereiter der brasilianischen Architektur-Moderne. Internationale Anerkennung erlangte er vor allem für seine futuristischen Entwürfe in der "Reißbrett-Hauptstadt" Brasília. Während seiner 70-jährigen Karriere realisierte er mehr als 600 Projekte in aller Welt, darunter die UN-Zentrale in New York und das sogenannte Interbau-Wohnhochhaus im Berliner Hansaviertel.

Niemeyer war Schüler des französischen Architekten Le Corbusier. Der für seine geschwungenen Formen weltberühmte Brasilianer ist Träger des Pritzker-Preises 1988, der als Nobelpreis für Architektur gilt. Legendär ist seine Aussage, die für ihn typischen Kurven in seinen Gebäuden seien inspiriert vom Körper der brasilianischen Frau. Seine einzige Tochter, Anna Maria Niemeyer, starb im Juni im Alter von 82 Jahren.

pg/jh (dpa, dapd, afp)

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