Architekt Fritz Eller ist tot | Kultur | DW | 06.06.2018
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Architektur

Architekt Fritz Eller ist tot

Er galt als bedeutender Baumeister der Nachkriegszeit: Der deutsch-österreichische Architekt Fritz Eller ist im Alter von 91 Jahren gestorben. Nach dem Studium kam er nach Deutschland, um den Wiederaufbau mitzugestalten.

Eller starb bereits am 31. Mai im Alter von 91 Jahren in Aachen, wie sein Düsseldorfer Büro nun mitteilte. Er zählte zu den wegweisenden Architekten der Nachkriegszeit - in der noch jungen Bundesrepublik war er in den 1950er Jahren am Bau bedeutender Hochhäuser beteiligt, etwa am Dreischeibenhaus, einem Bürogebäude in Düsseldorf.

Eller, der am am 28. Februar 1927 in Tirol geboren wurde, war nach dem Studium in Graz auf Anraten eines Professors zusammen mit seinen Kommilitonen Erich Moser und Robert Walter nach Deutschland gegangen, um dort den Wiederaufbau mitzugestalten. Die Gruppe gewann in jener Zeit etliche Wettbewerbe für die Neubauten großer Unternehmen wie BASF, Thyssen und Bayer, die nach dem Krieg über die Architektur auch eine neue Identität suchten. 

Identitätssuche über Architektur

In den 50er und 60er Jahren wurde Eller außerdem für das Europa Center in Berlin und die Ruhruniversität in Bochum ausgezeichnet. 1988 wurde der nordrhein-westfälische Landtag in Düsseldorf nach Ellers Entwurf fertiggestellt, kurz darauf folgte der Umbau einer Fabrik zum Ludwig Forum für internationale Kunst in Aachen.

Von 1962 bis 1992 lehrte Eller am Institut für Bauwesen der RWTH Aachen. Er war Träger des Verdienstordens des Landes Nordrhein-Westfalen und des Verdienstkreuzes 1. Klasse der Bundesrepublik.

Imhoff-Stollwerk-Museum in Köln (picture-alliance/akg-images/R. Hackenberg)

Aus einem Zollgebäude entwarf Eller das Imhoff-Schokoladenmuseum in Köln

tla/nf (mit dpa)

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