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Aktuell Kultur

Archäologisches Museum in Chemnitz eröffnet

Vom Kaufhaus zum Ausstellungsort: Das ehemalige Warenhaus Schocken wurde für 32 Millionen Euro zum Museum für Archäologie umgebaut. Sachsen erhält erstmals eine dauerhafte Ausstellung der Landesschätze.

Museum für Archäologie Chemnitz Dauerausstellung (Foto: Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz)

Über 6000 Exponante sind im Museum für Archäologie in Chemnitz zu sehen

Sachsens neuer Stolz ist dasStaatliche Museum für Archäologie in Chemnitz. Von diesem Freitag an können die Besucher im Gebäude des ehemaligen Kaufhauses Schocken die Menschheitsgeschichte von der Altsteinzeit bis in das frühe Industriezeitalter erkunden.

Die Dauerausstellung vermittelt außerdem Einblicke in die Methoden der Archäologie wie Isotopen- und Genanalyse sowie Experimentelle Archäologie. Im "Forschungslabor Neandertaler" können sich die Besucher auch ihren eigenen Gesichtern die typischen anatomischen Merkmale eines Neandertalers hinzufügen und so erfahren, wie sie sich vom ihm unterscheiden.

Ein Gebäude mit Geschichte

Zu den Attraktionen des neuen Museums gehört außerdem ein schwebendes Landschaftsmodell mit den Umrissen des heutigen Freistaates Sachsen. Der sogenannte Sachsen-Tisch kann sich zwischen den Etagen auf und ab bewegen. Bilder, Filme und Daten aus den verschiedenen Epochen schmücken das Modell.

Der wechselvollen Geschichte des Gebäudes wurde auch ein eigener Ausstellungsbereich gewidmet. Darin wird über das Leben des jüdischen Kaufmanns Salman Schocken (1877-1959) und des jüdischen Architekten Erich Mendelsohn (1887-1953) informiert. Mendelsohn entwarf das Chemnitzer Kaufhaus 1927 für den Warenhauskonzern der Brüder Schocken und erlangte Anfang der 1920er Jahre als Pionier des "Neuen Bauens" Weltruhm. In der Ausstellung sind unter anderem 17 Modelle seiner bekanntesten Bauten zu sehen.

Museum für Archäologie Chemnitz Dauerausstellung Schocken-Kaufhaus Museum für Archäologie Chemnitz Dauerausstellung (Foto: Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz)

Das ehemalige Warenhaus Schocken wurde zu einem Museum umfunktioniert

"Kultureller Anker" für Chemnitz

Der Aufstieg des Schocken-Konzerns zur viertgrößten Kaufhauskette Deutschlands hatte ihren Ursprung im sächsischen Zwickau: Die Brüder Simon und Salman Schocken wollten qualitätsvolle Ware zum kleinen Preis verkaufen. Die Käufer sprangen darauf an und ihr Konzept entwickelte sich zu einem Erfolgsmodell.

Der Umbau des Hauses begann vor vier Jahren und kostete nach Angaben des Freistaats Sachsen rund 32,9 Millionen Euro. Durch das neue Museum habe die Stadt Chemnitz einen "kulturellen Anker" erhalten, sagte Kunstministerin Sabine von Schorlemer bei einer Vorbesichtigung.

ds/chr (epd,Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz)

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