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Vereinigte Staaten

Arbeitslosigkeit in USA sinkt auf Zehn-Jahres-Tief

Der Arbeitsmarkt in den Vereinigten Staaten läuft rund. Die Arbeitslosenquote fiel im April auf 4,4 Prozent. Das ist der niedrigste Stand seit zehn Jahren. Die Zahlen übertrafen sogar die Erwartungen von Experten.

USA Fiat Chrysler verspricht 2000 US-Jobs (Getty Images/B. Pugliano)

Arbeiterinnen in einer Fabrik von Fiat Chrysler in Michigan

Wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte, waren im vergangenen Monat 7,1 Millionen Menschen ohne Job. Die Quote fiel um 0,1 Prozentpunkte im Vergleich zum März und war so niedrig wie seit Mai 2007 nicht mehr. Vor einem Jahr hatte die Arbeitslosenquote bei noch bei 5,0 Prozent gelegen.

Im April entstanden dem Ministerium zufolge in der weltgrößten Volkswirtschaft 211.000 neue Jobs - im März waren es nur 79.000 neue Arbeitsplätze. Im Jahresvergleich kamen sogar 854.000 Stellen hinzu. Am häufigsten stellten die Hotel- und Freizeitbranche sowie der Gesundheitssektor ein. Indes gibt es weiterhin ein starkes Ungleichgewicht zwischen Schwarzen und Weißen: Während die Arbeitslosenquote unter Schwarzen zuletzt bei 7,9 Prozent lag, waren nur 3,8 Prozent der Weißen ohne Job. Die Zahlen sind damit besser als die Prognosen von Experten: Sie hatten für April mit 180.000 Neueinstellungen und einer leicht erhöhten Arbeitslosenquote von 4,6 Prozent gerechnet.

Fed sieht sich bestätigt

Die Notenbank Federal Reserve, die Vollbeschäftigung anstrebt, ist nach Ansicht von Ökonomen praktisch schon am Ziel und hat bereits begonnen, die Zinszügel anzuziehen. Sie erhöhte den Schlüsselsatz zur Versorgung der Banken mit Geld im März auf die aktuelle Spanne von 0,75 bis 1,0 Prozent. Auf der jüngsten Sitzung am Mittwoch hielt die Fed noch still, doch machten die Währungshüter zugleich deutlich, dass sie die Wachstumsschwäche zu Jahresbeginn für einen Ausreißer halten. Sie peilen für dieses Jahr noch zwei Erhöhungen an, falls die Konjunktur rund läuft.

In den ersten drei Monaten schaffte die US-Wirtschaft aber lediglich ein Plus von aufs Jahr hochgerechnet 0,7 Prozent - so niedrig war das Wachstum seit drei Jahren nicht mehr. US-Präsident Donald Trump war mit dem Versprechen angetreten, der US-Wirtschaft mit einer radikalen Steuerreform und Investitionen in enormer Höhe neuen Schwung zu verleihen und binnen zehn Jahren 25 Millionen Jobs zu schaffen. Er hat dabei die Latte extrem hoch gehängt: Seinen Wählern versprach er, der "größte Job-produzierende Präsident" seines Landes zu werden, "den Gott je erschaffen hat." Außerdem will Trump für ein jährliches Wirtschaftswachstum von möglichst vier Prozent sorgen. Ökonomen halten diese Ziele allerdings für unrealistisch.

kle/uh (afp, rtr, dpa)

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