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Wirtschaft

Arbeitslosigkeit in Euro-Ländern bleibt hoch

Die Euro-Länder haben die Rezession hinter sich gelassen - doch am Arbeitsmarkt bessert sich die Lage nur ganz allmählich. Vor allem in Südeuropa sind viele Menschen ohne Arbeit.

Im August lag die Arbeitslosenquote den dritten Monat in Folge bei 11,5 Prozent, meldete die EU-Statistikbehörde Eurostat am Dienstag in Luxemburg. 18,3 Millionen Menschen waren ohne Job, das waren 137.000 weniger als im Vormonat. Die Euro-Länder kämpfen seit dem Rekordhoch von zwölf Prozent im vergangenen Jahr darum, die Zahlen zu drücken. Die Quote verharrt damit auf dem tiefsten Wert seit fast zwei Jahren. EU-Kommissar Laszlo Andor nannte das Niveau der Arbeitslosigkeit weiter "inakzeptabel hoch".

In den 28 EU-Ländern lag die Quote bei 10,1 Prozent - das entsprach einem Rückgang von 0,1 Prozentpunkten. Am schlechtesten ist die Lage auf dem Arbeitsmarkt nach wie vor in Griechenland (27 Prozent nach Zahlen vom Juni) und Spanien (24,4 Prozent). Am besten schneiden Österreich (4,7 Prozent) und Deutschland (4,9 Prozent) ab. Die Bundesagentur für Arbeit hatte zwar zuvor eine Quote von 6,5 Prozent für Deutschland gemeldet. Allerdings bezieht sich die Zahl auf den September, zudem unterscheiden sich die Methoden der deutschen und der europäischen Statistiker.

Junge Menschen haben nach wie vor besondere Probleme auf dem Arbeitsmarkt der Euro-Länder. 3,3 Millionen Menschen unter 25 Jahren waren im August ohne Stelle, die Quote betrug 23,3 Prozent. Vor allem Spanien und Griechenland waren betroffen, wo etwa jeder zweite Jugendliche ohne Arbeit ist. Die höhere Quote hat aber zumindest zum Teil statistische Ursachen: Die Gruppe der Erwerbsfähigen ist in dieser Altersklasse besonders gering, weil Schüler und Studenten ausgeklammert werden.

ul/wen (dpa)