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Politik

Arafat darf nicht nach Bethlehem

Die israelische Regierung hat Arafat die Genehmigung verweigert, zur Weihnachtsmesse nach Bethlehem zu reisen. Bei einer Schießerei an der jordanisch-israelischen Grenze starb unterdessen ein israelischer Soldat.

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Praktisch unter Hausarrest: Arafat

Bei der traditionellen Mitternachtsmesse in Bethlehem blieb der Stuhl Jassir Arafats leer. Nur ein Namensschild und ein schwarz-weiß-kariertes Palästinensertuch erinnerten an den abwesenden PLO-Vorsitzenden. Der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Erzbischof Michel Sabbah, sagte in seiner Predigt: "Jassir Arafat, Sie sind hier an unserer Seite präsent, insbesondere in der heutigen Nacht". Während in der Vergangenheit rund 10.000 Menschen an den Weihnachtsfeiern in Bethlehem teilgenommen hatten, waren in diesem Jahr nur etwa 2000 Gläubige gekommen.

"Mit einem Herzen voller Traurigkeit"

Ungeachtet internationaler Proteste hatte die israelische Regierung Arafat nicht erlaubt, die kurze Fahrt von Ramallah nach Bethlehem anzutreten. Arafat müsse zuvor die Mörder des israelischen Tourismusministers Rachawam Seewi festnehmen lassen. Diese Haltung wurde am Dienstag noch einmal bekräftigt.

Der Hubschrauber von Jasser Arafat

Arafats zerstörte Hubschrauber nach einem israelischen Angriff (04.12.01)

Der palästinensische Präsident steht in Ramallah im Westjordanland praktisch unter Hausarrest. Am Samstag hatte die palästinensische Nationalbehörde vergeblich Israel gebeten, zwei jordanischen Hubschraubern eine Landeerlaubnis zu gewähren. Die Helikopter sollten Arafat aus dem umzingelten Ramallah nach Bethlehem bringen.

Gewalt an der Grenze

An der jordanisch-israelischen Grenze kam es unterdessen am Dienstag zu einem Feuergefecht. Dabei wurde ein israelischer Soldat erschossen, drei weitere wurden verletzt. Bewaffnete hätten eine israelische Grenzpatrouille angegriffen, hieß es aus israelischen Sicherheitskreisen. Die jordanischen Sicherheitskräfte arbeiteten voll und ganz mit Israel zusammen, teilte die israelische Armee mit.

Die radikale Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad kündigte am Dienstag an, ihre Selbstmordanschläge gegen Israel einstellen zu wollen. Alle "militärischen Operationen gegen Israel" würden gestoppt, auch die Selbstmordattentate. Das sagte ein hochrangiger Vertreter der radikalislamischen Gruppierung am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Auch die Hamas-Bewegung hatte in der vergangenen Woche einen Stopp aller Selbstmordanschläge angekündigt. (hh)

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  • Datum 25.12.2001
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