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Ostmitteleuropa

"Arafat-Affäre" hat Nachspiel für Prager Regierungschef

– Liberale drohen mit Misstrauensantrag

Prag, 22.2.2002, RADIO PRAG, deutsch

Die "Arafat-Affäre" wird für den tschechischen Ministerpräsidenten Milos Zeman ein parlamentarisches Nachspiel haben. Wegen seiner umstrittenen Äußerungen über den Palästinenserpräsidenten Jassir Arafat, den Zeman in einem Interview mit Adolf Hitler gleichgesetzt haben soll, werde der liberale Teil der Opposition im Prager Parlament ein Misstrauensvotum beantragen, berichteten tschechische Tageszeitungen am Donnerstag (21.2.). Auf Grund der bereits im Juni stattfindenden Wahlen zum tschechischen Abgeordnetenhaus sei die Ablösung aber unwahrscheinlich, kommentierten die Zeitungen.

Zeman hatte die Zitate zuletzt am Mittwoch (20.2.) in Prag bei einem Treffen mit Bundesaußenminister Joschka Fischer als Missverständnis bezeichnet. Die Prager Zeitung "Lidové noviny" veröffentlichte am Donnerstag jedoch den angeblich authentischen Wortlaut des in Englisch geführten Gesprächs mit israelischen Medien. Der 57-jährige Sozialdemokrat habe darin zweifelsfrei Arafat auf eine Stufe mit Hitler gestellt, sagte ein Sprachforscher der Zeitung. Als Reaktion auf diese Aussage haben Ägypten und Tunesien einen für nächste Woche geplanten Zeman-Besuch verschoben. (fp)

  • Datum 25.02.2002
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