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Welt

Arabische Liga stoppt Beobachtermission

Die Arabische Liga stoppt vorerst ihren Beobachtereinsatz in Syrien. Ein Vertreter des Staatenbundes sagte, die Arbeit der Mission werde angesichts der erneuten Zunahme der Gewalt ausgesetzt.

Beobachter der Arabischen Liga in Syrien (Foto: Reuter)

Beobachter der Arabischen Liga in Syrien

Die Beobachter waren Ende Dezember wegen der gewaltsamen Unterdrückung der Opposition nach Syrien geschickt worden, in ihrer Arbeit aber immer wieder behindert worden. Die Mission sollte dazu beitragen, das Blutvergießen zu beenden. Erst vor knapp einer Woche hatten die arabischen Staaten in Kairo trotz Kritik beschlossen, ihren Einsatz zu verlängern und aufzustocken. Sie verständigten sich zudem darauf, die Vereinten Nationen um Unterstützung zu bitten.

Wieder viele Tote bei Armeeeinsätzen

Der Leiter der arabischen Beobachtermission, der sudanesische General Mohammed al-Dabi hatte erst am Freitag erklärt, es gebe eine "dramatische Eskalation" der Gewalt in Syrien. Nach Angaben von Oppositionsaktivisten wurden am Freitag landesweit mindestens 100 Menschen getötet. Allein in der Provinz Hama habe es 44 Tote gegeben, als Soldaten die gleichnamige Stadt mit Panzern stürmten. Seit Beginn der Massenproteste gegen das autoritäre Regime von Präsident Baschar al-Assad sind nach Schätzungen der Vereinten Nationen mindestens 5400 Menschen getötet worden.

Russland blockiert UN-Resolution

Ein Entwurf für eine UN-Resolution zur Beilegung der Krise in Syrien scheiterte erneut an Vorbehalten Russlands. Der von Marokko in den UN-Sicherheitsrat eingebrachte Entwurf überschreite für Moskau mehrere "rote Linien", sagte der russische UN-Botschafter Witali Tschurkin in New York. Dazu gehörten alle Andeutungen von Sanktionen und eines Waffenembargos.

wl/qu (rtr,afp,dpa)

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