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Nahost-Konflikte

Arabische Liga befürwortet Zwei-Staaten-Lösung für Israel

Auf ihrem Gipfeltreffen bekräftigten die Mitglieder des Staatenverbands ihr Engagement gegen Terror und für eine friedliche Lösung des Konflikts zwischen Israelis und Palästinensern.

Die Mitglieder wären bereit für eine historische Versöhnung mit Israel, wenn es sich aus den seit 1967 besetzten Gebieten zurückziehen würde. Im Zeichen zahlreicher Konflikte im Nahen Osten hatten sich die Regierungschefs der Arabischen Liga in der jordanischen Hauptstadt Amman getroffen. Die gemeinsame Erklärung der 22 Mitgliedsstaaten wurde am Ende des Treffens vom Generalsekretär der Liga verlesen. Kernforderung bliebe die Umsetzung der Zwei-Staaten-Lösung.

Bei der Begrüßung hatte der jordanische König Abdullah II. eine Beruhigung des israelisch-palästinensischen Konflikts angemahnt, ohne dessen Lösung es keinen Frieden in der Weltregion geben könne. Dabei kritisierte er die israelische Siedlungspolitik und bekräftigte die Unterstützung einer Zwei-Staaten-Lösung.

UN-Generalsekretär: "Kein Plan B"

Auch UN-Generalsekretär António Guterres forderte Israel auf, seine "illegale" Siedlungspraxis zu stoppen. "Die Zwei-Staaten-Lösung ist der einzige Weg sicherzustellen, dass Palästinenser und Israelis ihre nationalen Bestrebungen verwirklichen und in Frieden, Sicherheit und Würde leben können", sagte Guterres in seiner Rede während des Treffen. "Es gibt auch keinen Plan B."

In der arabischen Welt wüten verheerende Bürgerkriege in Syrien, dem Irak, Libyen und dem Jemen, durch die in den vergangenen Jahren Hunderttausende Menschen getötet wurden. Der syrische Präsident Baschar al-Assad war schon wie in den vergangenen Jahren nicht eingeladen. Die Arabische Liga gilt als eher loser Staatenbund mit wenig Einfluss. "Terrorismus bedroht die Araber und Muslime mehr als irgendwen sonst. Die Opfer von Terrorismus sind vor allem Muslime", sagte Jordaniens Monarch Abdullah II. zur Eröffnung.

Am Rande der Veranstaltung trafen sich der saudische König Salman und Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi zu einem Gespräch. Es kann als Annäherung der beiden traditionell eng verbundenen Staaten nach einigen Spannungen in den vergangenen Monaten gedeutet werden.

myk/se (dpa, rtre)