1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Wirtschaft

Apple fegt mit Rekorden Bedenken beiseite

Die Marke mit dem Apfel bleibt vorerst das Maß aller Dinge in der Computerbranche. Trotz zunehmender Konkurrenz steigerte der US-Konzern seine iPhone- und iPad-Verkäufe deutlich.

The Apple logo is seen on an Apple store in San Francisco Monday, Oct. 19, 2009. Apple Inc. is expected to release fourth-quarter earnings after the closing bell. (ddp images/AP Photo/Russel A. Daniels)

USA Wirtschaft Apple Logo ragt in den Himmel

Zu Jahresbeginn setzte Apple 35,1 Millionen iPhones ab - 88 Prozent mehr als im zweiten Geschäftsquartal vor einem Jahr. Dank des Smartphone-Dauerbrenners, der rund die Hälfte des Umsatzes ausmacht und immer mehr Chinesen begeistert, schaffte es Apple ein weiteres Mal, die Erwartungen zu übertreffen und für die drei Monate zu Ende März einen neuen Umsatz- und Gewinnrekord aufzustellen.

An den Börsen kam der Geschäftsbericht gut an. Nach deutlichen Schwankungen in der jüngsten Zeit ging es für das wertvollste Technologieunternehmen der Welt nachbörslich am Dienstag (24.04.2012) mehr als sieben Prozent in die Höhe. Die in diesem Jahr bereits auf ein Allzeit-Hoch von 644 Dollar in die Höhe geschossene Aktie hatte zuletzt den Rückwärtsgang eingelegt.

Kampf um den Smartphone-Thron

Lediglich Samsung Electronics scheint mit den Amerikanern Schritt halten zu können. Die Südkoreaner geben am Freitag Einblick ins Quartal. Analysten erwarten, dass der Elektronikkonzern sogar 44 Millionen Exemplare seiner Galaxy-Smartphones ausgeliefert hat. Im lukrativen Weihnachtsquartal hatte Apple mit 37 Millionen iPhones den Smartphone-Thron noch verteidigt.

Von den iPads gingen 11,8 Millionen Exemplare über die Ladentische - ein Plus von 151 Prozent. Wie auch das iPhone revolutionierte das Tablet von Apple den bis dahin dümpelnden Markt. Erst Mitte März brachte Apple die dritte Generation mit verbessertem Bildschirm und Kamera auf den Markt.

Neue Produkte

Und Apple macht Hoffnung auf neue Produkte. "Das neue iPad hat einen großartigen Start und über das laufende Jahr hinweg werden wir noch viel mehr von dieser Art an Innovation sehen, die nur Apple liefern kann", sagte der Nachfolger des legendären Firmenschefs Steve Jobs, Tim Cook. Fans des Unternehmens hoffen seit Jahren, dass Apple ins Fernsehgeschäft einsteigt und spekulieren über ein "iTV".

Angeschürt wurde dies lange auch mit dem Bargeld-Bestand von knapp 98 Milliarden Dollar, auf dem Apple saß. Im März kündigte Apple dann an, erstmals seit 17 Jahren seine Aktionäre wieder über eine Dividende am Gewinn zu beteiligen und Aktien zurückzukaufen. Der Konzern rechnet über drei Jahre mit Ausgaben von etwa 45 Milliarden Dollar.

China-Absatz schießt in die Höhe

Ungeachtet der iPad-Patentstreitigkeiten in der Volksrepublik reißen die Chinesen Apple die iPhones aus den Händen. Der Absatz stieg im zweiten Geschäftsquartal um das Fünffache. Die Region China, Taiwan und Hongkong trug 7,9 Milliarden Dollar zum Gesamtumsatz von 39,2 Milliarden Dollar bei.

Geringere Rohstoffkosten als erwartet halfen zudem den Margen. "Das zeigt, dass sie in der Lage sind, ihre Preise beizubehalten ohne das Wachstum zu gefährden", sagte Morningstar-Analyst Michael Holt. Auch die zunehmende Konkurrenz von Android -Modellen durch Motorola Mobility und Samsung Electronics habe Apple nicht geschadet. Insgesamt kletterten die Erlöse um knapp 60 Prozent. Der Nettogewinn, zu dem auch starke Mac- und iPod-Verkäufe beitrugen, legte um 93 Prozent auf 11,6 Milliarden Dollar zu. Zum Vergleich: Der einstige Handypionier und Smartphone-Erfinder Nokia rutschte jüngst mit 922 Millionen Euro in die Verlustzone und fiel in der Kundengunst weiter nach hinten.

Mitten im Patentkampf

Die Großen der Technologiebranche kämpfen nicht nur in den Läden um die Gunst der Kunden sondern auch vor Gerichten. Gegenseitig überziehen sich Apple, Microsoft, Motorola, Samsung und andere mit Patentklagen. Cook erklärte nun, er bevorzuge einen Vergleich, wenn die Bedingungen fair seien. Erst am Dienstag hatte der Konzern im Kampf um den Markennamen iPad in China einen Dämpfer hinnehmen müssen. Die Regierung stellte sich auf die Seite des chinesischen Unternehmens Proview Technology.