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Asien-Pazifik-Gipfel

APEC-Gipfel: Trump diktiert seine Handelsregeln

Trump bleibt bei seinem Credo: Amerika zuerst! Der US-Präsident empfiehlt diese Vorgehensweise aber auch allen anderen Teilnehmern des Asien-Pazifik-Gipfels. Und wie immer beklagt er unfairen Handel.

Lange ließ es US-Präsident Trump im Unklaren, ob er während seiner Asienreise überhaupt am Asien-Pazifik-Gipfel (APEC) in Vietnam teilnehmen würde. Jetzt trat er dort gleich als einer der ersten Redner auf – mit einer klaren, aber nicht neuen Handelsbotschaft.

Trump erklärte, er werde nicht zulassen, dass "irgendjemand sein Land übervorteilt" und fügte erneut hinzu, für ihn gelte "America first" (Amerika zuerst). In seiner Rede vor Unternehmenschefs beim APEC-Gipfel in Danang sagte er, "wir werden diese dauernden Verletzungen der Handelsregelungen nicht länger zulassen". Die USA würden Handelsbeziehungen aufbauen, die auf Fairness und Gegenseitigkeit gründen. Bislang hätten die USA ihre Handelsbarrieren gesenkt, während die anderen Staaten ihre Märkte nicht geöffnet hätten. Aus dem transpazifischen Freihandelsabkommen TPP hatten sich die USA nach Trumps Amtsantritt zurückgezogen.

Chinas Präsident Xi Jinping warb unterdessen für ein "globales Netzwerk von Freihandelszonen" und machte sich für weitere multilaterale Freihandelsabkommen stark: "Wir sollten Multilateralismus hochhalten, durch Zusammenarbeit und enge Partnerschaften." Zugleich versprach er, auch weniger entwickelte Nationen von Chinas Wirtschaftswachstum profitieren zu lassen. Die Grundsatzrede - unmittelbar nach Trumps Auftritt - wurde immer wieder von Applaus unterbrochen.

"Diktator von Nordkorea"

Zur Krise in Nordkorea sagte Trump, Asien dürfe nicht von einem "Diktator" in "Geiselhaft" genommen werden. Bei seinem Besuch in Peking vor dem APEC-Gipfel hatte Trump im Atomkonflikt mit Nordkorea gemahnt, China müsse seinen Einfluss auf Pjöngjang stärker geltend machen. China habe die Möglichkeit, "dieses Problem einfach und schnell zu lösen". In Südkorea hatte er zuvor gesagt, jetzt sei "die Zeit für Stärke" gegenüber Nordkorea. Gleichzeitig forderte er Pjöngjang zu Gesprächen über sein Atom- und Raketenprogramm auf.

fab/stu (dpa, rtre, afp)