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Lehrerporträts

Anzazi aus Kenia

An Deutsch gefällt Anzazi besonders die Art und Weise der Wortbildung, selbst wenn sie – wie „Streichholzschachtel“ – etwas komisch klingt. Und was vermisst sie bei den Deutschen? Spontaneität.

Audio anhören 04:25

Anzazi aus Kenia

Name: Anzazi

Land: Kenia

Geburtsjahr: 1987

Beruf: Dozentin an der Karatina University

Das mag ich an der deutschen Sprache:
Den Wortbildungsprozess. Deutsch ist – wie es in der Fachsprache heißt – eine agglutinierende Sprache.

Ich unterrichte Deutsch, weil …
ich schon seit meiner Kindheit mit der Sprache vertraut war. Mein Vater war als Ingenieur häufig in Deutschland und hat viele deutsche Bücher, Magazine und Zeitungen mitgebracht. Und das Lehrerdasein finde ich toll, weil ich mit Studentinnen und Studenten arbeiten und ihre sprachliche Entwicklung begleiten kann.

Das ist typisch deutsch für mich:
Immer alles planen zu müssen. Anders als wir Kenianer sind Deutsche wenig spontan.

Meine Lieblingsregion/-stadt in Deutschland:
Die Region um Erfurt. Für mich ist es das „grüne Herz“ Deutschlands. Außerdem gibt es einige berühmte Deutsche, die aus der Gegend kommen.

Mein deutsches Lieblingsessen:
Currywurst, weil es mich ein bisschen an unser kenianisches Essen erinnert. Currywurst ist – wie übrigens Döner Kebab auch – scharf und würzig.

Mein deutsches Lieblingswort:
Die „Streichholzschachtel“. Die Kombination der drei einzelnen Begriffe „Streich“,„Holz“ und dann „Schachtel“ klingt irgendwie komisch.

Mein deutsches Lieblingsbuch:
„Der gute Mensch von Sezuan“ von Berthold Brecht. Die Darstellung, was Moral bedeutet, ist in dem Buch sehr gut umgesetzt.

Mein Lektüretipp für den Deutschunterricht:
Einen konkreten Tipp habe ich nicht. Generell sollte es Lektüre sein, mit der die Lernenden die komplizierten Regeln gut – und vor allen Dingen mit Spaß an der Sache – lernen können.

Das ist für meine Schüler schwer an der deutschen Sprache:
Die Artikel und der Kasus.

Mein größtes Erfolgserlebnis als Lehrerin:
Wenn ich meine Studentinnen und Studenten sprachlich soweit gebracht habe, dass sie an Wettbewerben teilnehmen können. Aber auch, wenn sie nach Deutschland reisen, zurückkommen und mir sagen, dass ihnen der Aufenthalt so gut gefallen hat, dass sie ihn wiederholen möchten.

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