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Kultur

"Antikunst" in Rom, Schlingensief in Zürich

Die Ausstellungen klingen vielversprechend: Rom zeigt "Antikunst" Pop-Art, Schlingensiefs Einzelausstellung heißt "Querverstümmelung" und die Kubin-Retrospektive verspricht eine fantastisch-dämonische Traumwelt.

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Große Pop-Art-Ausstellung in Rom

In den prächtigen Sälen der Scuderie del Quirinale in Rom ist jetzt eine umfangreiche Pop-Art-Ausstellung zu sehen. Mehr als 100 Werke von 50 Künstlern aus den USA, Italien, Frankreich und Deutschland bieten einen Überblick über diese Kunstrichtung, von Rauschenbergs New Dada in den 1950er Jahren bis zum Höhepunkt der Bewegung in den 1960er Jahren. Von den Künstlern wurde Pop-Art auch als "Antikunst" bezeichnet, die sich mit dem Trivialen beschäftigt. Sie forderten die "absolute Realität" für ihre "popular art". In den Gemälden, Skulpturen, Collagen und "Combine-Paintings" werden oft banale Gegenstände des Alltags isoliert und allein oder in Collagen verfremdet dargestellt. Die Schau zeigt unter anderem Werke von Robert Rauschenberg, Jasper Johns, Andy Warhol, Roy Lichtenstein, und Claes Oldenburg. "Pop-Art! 1956-1968" ist bis zum 27. Januar geöffnet.

Erste Schlingensief-Einzelausstellung in der Schweiz

Unter dem Titel "Querverstümmelung" zeigt das Migros-Museum in Zürich Werke von Christoph Schlingensief. Es ist die erste Einzelausstellung des Filmemachers, Aktionskünstlers, Theater- und Opernregisseurs in der Schweiz. Die Schau, die bis zum 3. Februar geht, fasst drei Installationen und weitere kleinere Arbeiten der vergangenen Jahre zusammen. Dazu gehören "Kaprow City", die an der Volksbühne in Berlin präsentiert wurde und auf "18 Happenings in 6 Parts" des amerikanischen Künstlers Allan Kaprow (1927-2006) basiert. Zu sehen ist auch die Filminstallation "18 Bilder pro Sekunde", die aus zwölf 16-Millimeter-Projektoren besteht und im brasilianischen Manaus bei der Vorbereitung der Operninszenierung von Wagners "Fliegendem Holländer" entstanden ist. Darüber hinaus zeigt das Museum erstmals eine 80-minütige Filmfassung von "The African Twintowers", die Schlingensief in Lüderitz (Namibia) gedreht hat.

Christoph Schlingensief: Szenenfoto aus 'The African Twin Towers', 2005 (Foto: Aino Laberenz)

Christoph Schlingensief: Szenenfoto aus 'The African Twin Towers', 2005

Kunsthaus Bregenz zeigt Werke des Architekten Zumthor

Werke des Schweizer Architekten Peter Zumthor sind Gegenstand einer Ausstellung im Kunsthaus Bregenz. "Bauten und Projekte 1986-2007" lautet der Titel der Schau, die noch bis zum 20. Januar zu sehen ist.

Peter Zumthor: Filminstallation von Nicole Six und Paul Petritsch (Foto: Kunsthaus Bregenz)

Peter Zumthor: Filminstallation von Nicole Six und Paul Petritsch

Das Kunstmuseum in der Hauptstadt des österreichischen Bundeslandes Vorarlberg ist vor zehn Jahren nach Plänen des aus Basel stammenden, 64-jährigen Architekten erbaut worden. Zumthor hat sich auch mit dem Kunstmuseum Kolumba des Erzbistums Köln, die Feldkapelle Bruder Klaus in Wachendorf in der Eifel oder der Therme im schweizerischen Vals einen Namen gemacht. Die Ausstellung in Bregenz umfasst Großmodelle von Zumthors Projekten sowie Arbeitsmaterialien. Im Mittelpunkt der Schau steht eine Filminstallation von Nicole Six und Paul Petritsch, die zwölf Bauten in Raum und Zeit zeigt. Die Zusammenarbeit mit den Filmkünstlern als zentrale Idee der Ausstellung war ein Wunsch Zumthors.

Alfred Kubin Retrospektive - mehr als 150 Zeichnungen

Alfred Kubin: Le Passé (Oublié-Englouti) 1901 (Foto: Leopold Museum, Wien)

Alfred Kubin: Le Passé (Oublié-Englouti) 1901

Die Werke des österreichischen Malers Alfred Kubin (1877-1959) stellen eine fantastisch-dämonische Traumwelt dar. Unter dem Titel "Alfred Kubin. Erinnerungen eines fast halb vergessenen Landes" zeigt das Museum für moderne Kunst der Stadt Paris mehr als 150 Zeichnungen des Künstlers, der in Frankreich kaum bekannt ist. Kubin war von Francisco Goya und James Ensor beeinflusst. Die Werke sind Leihgaben großer österreichischer Museen wie der Albertina und des Lentos Kunstmuseums in Linz. Die Ausstellung dauert bis zum 13. Januar

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