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Forschung

Anti-AIDS-"Gigant" Wainberg ist tot

Durch seine wissenschaftliche Arbeit rettete Mark Wainberg wohl viele Menschenleben. Nun ereilte den Kanadier ein tragischer Tod.

Dr. Mark Wainberg in Toronto (picture-alliance/empics/The Canadian Press/S. Nimmo)

Dr. Mark Wainberg (1945-2017)

Der international renommierte AIDS-Forscher sei im Alter von 71 Jahren gestorben, teilte UNAIDS, die UN-Organisation zur Bekämpfung der Immunschwächekrankheit, mit. Wie Radio Canada berichtete, ertrank Mark Wainberg bereits am Mittwoch beim Schwimmen vor der Küste von Bal Harbour im US-Bundesstaat Florida.

UNAIDS-Chef Michel Sidibe erklärte, Wainbergs Arbeit habe dazu beigetragen, "Millionen Menschenleben zu retten". Linda-Gail Bekker, Präsidentin der Internationalen AIDS-Gesellschaft (IAS) sagte, die Forschergemeinde habe "einen unserer leidenschaftlichsten Kämpfer" verloren. Wainberg selbst stand von 1998 bis 2000 an der Spitze der IAS; für UNAIDS war er als informeller Berater tätig. 

Nicht lukrativ genug

Mark Wainberg entwickelte unter anderem dem Arzneistoff Lamivudin - kurz: 3TC - mit. Bis zuletzt leitete er die AIDS-Forschungsabteilung am Lady-Davis-Institut in Montréal sowie das AIDS-Zentrum an der McGill-Universität, ebenfalls in Montréal. Wainberg - oft als "Gigant" im Kampf gegen HIV bezeichnet - war auch Veranstalter der 13. Internationalen AIDS-Konferenz im Jahr 2000 im südafrikanischen Durban, die damals zum ersten Mal nicht in einem entwickelten Industriestaat stattfand.

Häufig beklagte sich Wainberg darüber, dass es beim Kampf gegen AIDS nicht gelungen sei, die großen Pharma-Gesellschaften stärker einzubeziehen. Regierungen und Hilfsorganisationen müssten Wege finden, die Forschung finanziell lukrativer zu gestalten, forderte der Wissenschaftler.

wa/qu (afp, ap)

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