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Wort der Woche

Anstandswauwau

Anstandswauwaus sind keine bellenden oder beißenden Hunde. Sie sind aber mindestens genauso wachsam.

"Nimm mich mit", bittet die fünfjährige Anna ihre ältere Schwester Sabine. Diese will sich mit ihrem neuen Freund treffen, aber natürlich alleine. "Ich brauche keinen Anstandswauwau", faucht Sabine ihre kleine Schwester an. "Bitte, bitte, bitte", quengelt Anna. "Und was ist überhaupt ein 'Anstandswauwau'? Ist das ein Hund, der anständig ist und immer 'bitte' und 'danke' sagt?" "Nein, nein, nein", antwortet Sabine lächelnd. "Weißt du, früher hatten junge Mädchen, die noch nicht verheiratet waren, eine Art Aufpasserin. Sie wurde Anstandsdame genannt. Sie war immer dabei, wenn sich die Mädchen mit jungen Männern trafen. Die Anstandsdame musste darauf achten, dass Mädchen und Jungen sich zum Beispiel nicht küssten. Deshalb war sie bei beiden sehr unbeliebt. Sie verglichen die Anstandsdame mit einem Hund, einem "Wauwau". Du erinnerst dich bestimmt, dass du auch lange 'Wauwau' gesagt hast, wenn du einen Hund gesehen hast?" Sabine schaut ihre kleine Schwester schelmisch an: "Du willst doch nicht unbeliebt sein, oder? Ich kaufe dir auch deine Lieblingsschokolade, wenn du nicht mitkommst." Anna erwidert sofort: "Nein, ich will keine Schokolade, ich will eine Barbie!" So musste Sabine erfahren, dass es teuer werden kann, einen Anstandswauwau loszuwerden …

Autorin: Hanna Grimm

Redaktion: Shirin Kasraeian

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