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Europa

Anschlagsserie in Touristenzentren der Türkei geht weiter

Wenige Tage nach dem Terroranschlag in Antalya mit drei Todesopfern und Dutzenden Verletzten wurde bei einer weiteren Explosion in Mersin am Mittelmeer ein Mensch verletzt, als ein Mülleimer in die Luft flog.

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Am Rande des 'Feiertags des Sieges' kam es zu Demonstrationen gegen die Anschlagsserie

Wie die türkische Nachrichtenagentur Anadolu am Mittwoch (30.8.2006) unter Berufung auf die Polizei meldete, wurde die Explosion von einem kleinen, selbst gebastelten Sprengsatz ausgelöst. Ein Mann sei festgenommen, nach einem Verhör aber wieder freigelassen worden. In Mersin waren bereits Anfang Juni 15 Menschen bei einem Bombenanschlag verletzt worden, zu dem sich die Extremistengruppe Freiheitsfalken Kurdistans bekannt hatte.

Bombenanschläge in Antalya

In Antalya starben drei Menschen durch Bombenattentate

Bei der Suche nach den Bombenlegern von Antalya standen die Ermittler am Mittwoch anscheinend noch am Anfang. Ein als Verdächtiger festgenommener Händler wurde nach dem Verhör wieder freigelassen. Der Mann hatte seinen Laden kurz vor dem Anschlag zehn Minuten früher als üblich geschlossen und deshalb Verdacht auf sich gezogen. Ein zweiter Verdächtiger wurde am Mittwoch noch gesucht.

Dabei handelt es sich Medienberichten zufolge um einen Mann Mitte 40, der bei der Explosion Schnittverletzungen an der Hand erlitten hatte. Das Krankenhaus, in das er gebracht worden war, hatte er wieder verlassen, ohne sich behandeln zu lassen. Bei der Explosion, zu der sich dieselbe kurdische Extremistengruppe bekannt hatte, waren am Montag (28.8.) auch 14 ausländische Touristen verletzt worden, darunter drei Deutsche.

Demonstrationen am nationalen "Feiertag des Sieges"

Hunderte Türken demonstrierten unterdessen in Marmaris gegen die jüngste Anschlagswelle kurdischer Extremisten in türkischen Touristenzentren. Wie Anadolu berichtete, entstand die Kundgebung aus einer Feier zum Jahrestag einer 1922 zurückgeschlagenen Invasion britischer, französischer, griechischer und italienischer Truppen in Marmaris. Die Teilnehmer hätten antikurdische Parolen gerufen.

Türkei Anschlag in Marmaris

Bei Explosionen in Marmaris wurden 21 Menschen verletzt

In dem beliebten Badeort waren am Sonntag (27.8.) bei einem Anschlag zehn Briten und elf Türken verletzt worden. Bei einem weiteren Anschlag in Istanbul wurden am Sonntag sechs Menschen verletzt.

Zu den Anschlägen bekannten sich die kurdischen "Freiheitsfalken", eine aus der verbotenen Organisation PKK hervorgegangene extremistische Gruppe. In einem Bekennerschreiben hieß es: "Wir haben versprochen, die Türkei in die Hölle zu verwandeln. Die Angst vor dem Tod wird überall in der Türkei herrschen." (je)

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