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Politik

Anschlagspläne in New York aufgedeckt

US-Ermittler haben laut Zeitungsberichten Pläne für einen Anschlag auf einen wichtigen Straßentunnel in New York aufgedeckt. Bisher wurden von den Zeitungen keine Quellen für die Informationen genannt.

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Der Holland Tunnel in New York - Ziel eines Anschlags?

Extremisten hätten vorgehabt, den Holland-Tunnel unter dem Hudson mit großen Mengen Sprengstoff zum Einsturz zu bringen, berichtete die New Yorker Zeitung "Daily News" am Freitag (8.7.2006). Dadurch habe eine verheerende Flutwelle im Finanzdistrikt im Süden Manhattans erzeugt werden sollen. Auf diese Weise wäre unter Umständen der Börsenstandort Wall Street in Gefahr geraten. Der 79 Jahre alte Tunnel verbindet Manhattan mit dem Bundesstaat New Jersey auf der anderen Flussseite. Im vergangenen Jahr wurde er von fast 34 Millionen Fahrzeugen passiert. Unter Berufung auf nicht näher genannte Terrorbekämpfer sprach das Blatt von einem "ernsthaften Plan".

Anschlagsplan auf New Yorker Holland Straßentunnel aufgedeckt

Der Holland Tunnel gehört zu den wichtigen Verbindungen zwischen New York und New Jersey

Andere US-Medien wie die "Washington Post" bestätigten den Bericht auf Grund eigener Quellen beim FBI. Ein CNN-Reporter berichtete, die Polizei habe am Freitag die Bewachung des Tunnels verstärkt.

Verhaftungen in Nahost

Im Libanon sei auf Betreiben von US-Behörden einer der mutmaßlichen Verschwörer festgenommen worden. Sein Name wurde von der "Daily News" mit Amir Andalousli angegeben. Nach weiteren Verdächtigen werde weltweit gefahndet. Die US-Bundespolizei FBI und die New Yorker Polizei lehnten es der Zeitung zufolge ab, sich zu den laut ungenannten Quellen "laufenden" Ermittlungen zu äußern.

Mit Sorge hätten die US-Behörden eine mögliche Verbindung zu dem im Juni im Irak getöteten El-Kaida-Extremisten Abu Mussab al-Sarkawi registriert, zitiert das Blatt einen nicht näher bezeichneten Terrorismusbekämpfer. Angeblich hätten Unterstützer Al-Sarkawis aus dessen Heimat Jordanien den Verschwörern finanzielle und taktische Unterstützung zugesagt. Ungeklärt sei, ob solche Hilfe tatsächlich schon geleistet worden sei.

Schwieriger Plan

Wie realistisch der Plan der Extremisten war, wird von Experten laut "Daily News" unterschiedlich bewertet. New Yorker Beamte sollen einen Einsturz beim Einsatz von genug Sprengstoff in der Tunnelmitte als denkbar bezeichnet haben. Dagegen werden andere Fachleute mit der Einschätzung zitiert, selbst wenn die Stahl- und Betonhülle des Tunnels bersten sollte, könne die Wall Street nicht überflutet werden, weil sie höher als das Wasser des Hudson liege. (mas)